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Blätter und Licht

Schon wieder Mitte November. Geschäfts- wie auch Kalenderjahr sind quasi vorüber, es ist eigentlich Herbst, aber das Jahr fühlt sich in der Stadt wie Frühling an. Kein Morgennebel über dem Fluß, keine nassen Straßen, keine Stürme und kein Regen; stattdessen sitzen wir mit Hoodie und T-Shirt bekleidet im Hinterhof und schwitzen. Es ist nicht schlimm, daß Mistwetter und Novembergrau uns bislang verschont haben, aber etwas fremd fühlt es sich schon

Locked in?

Es dürfte dem einen oder anderen nicht verborgen geblieben sein, daß ich das Gros meiner Tage damit verbringe, Software in einer In-House – Umgebung gleichermaßen zu betreiben, zu entwickeln und auch, irgendwie, in ihrer langfristigen Ausrichtung und Entwicklung zu planen. Ich bin seit ehedem Anhänger der Idee „Freier Software“ (mit großem „F“, wie in „Freie Rede“, nicht wie in „Freibier“…) oder, wenn pragmatischer, technischer, zumindest des Ansatzes von Open-Source-Software-Entwicklung, im

Goedel, Escher, Bach und Schleifen

Aus überfälligem Anlaß Lese-Empfehlung: Wer den ultimativen Br***f*** sucht, wird mit diesem Werk seine helle Freude haben. „Gödel, Escher, Bach“ von Douglas Hofstadter ist zwar kein Fachbuch (dafür ist Stil, Sprache, Methodik zu unkonventionell und absonderlich), aber nichtsdestotrotz eine Quelle von Inspirationen, ein Buch mit einer Dichte von Aha!-Erlebnissen pro Seite, die sich kaum überbieten läßt. Der Preis dafür: GEB liest man nicht im Urlaub, im Liegestuhl oder abends bei

Agenda 2020

Die Süddeutsche Zeitung hat einen lesenswerten Artikel zur „Sanierung des Staates nach Wirtschafts- und Finanzkrise: „Abschied vom Sozialstaat – Horrorszenario Agenda 2020“: … Zu den absehbaren Folgen der Weltfinanz- und Wirtschaftskrise gehört nicht nur eine Arbeitslosenzahl, die in Deutschland nach Prognosen der OECD wieder auf fünf Millionen steigen wird. Dazu gehört auch eine zunehmende Verelendung zahlreicher Menschen sowie eine Rekordverschuldung des Staates, von Bund, Länder und Kommunen, das heißt, „öffentliche

Der Ausdrucker: Wider die digitale Kluft!

Nicht viel Text, eigentlich nur ein Verweis auf ausdrucker.org: … Hier soll “das Internet” für Menschen schreiben, die selbst nicht im Internet sind. Deshalb heißt es auch “Der Ausdrucker”: Ich würde mich freuen, wenn die Leser Texte, die sie hier finden, für die Menschen in ihrer Umgebung ausdrucken. Dieses Blog möchte ich nicht alleine schreiben und suche Blogger und Journalisten, die Lust haben, gelegentlich hier ihre Texte zu veröffentlichen. …

Politiker, Internet und Kühe

Noch einmal Internet und Politik, weil es aus meiner Sicht den gern zitierten Nagel auf den Kopf trifft: heise.de verweist auf einen Kommentar auf abgeordnetenwatch.de, in dem der spätestens seit voriger Woche deutschlandweit bekannte ehemalige SPD-Parlamentarier Jörg Tauss das Verhältnis von Parlamentariern und „neuer Technologie“ wie folgt zusammenfaßt: … Kein (SPD-) MdB kaeme z.B. auf die Idee, zum Gespraech auf einen Bauernhof zu fahren, ohne sich vorher etwas ueber die

Abendlektüre: „Bedingungsloses Grundeinkommen“

Per Newsletter gesehen: Auf unternimm-die-zukunft.de gibt es eine knappe Einführung in die Idee des ‚bedingungslosen Grundeinkommens‘ (PDF) in Zusammenfassung des Buches zu ebendiesem Thema von Prof. Götz Werner. Halte ich insgesamt, da kurz und präzise, für lesens-, kennens- und verbreitenswert. Und, abgesehen von meiner (in verschiedenen Motiven begründeten) Begeisterung für die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens: Wenn ich mir Initiativen wie ‚Zukunftsmusiker‘, ‚Sei ein Futurist‘ oder auch nur die Philosophie hinter

Internetsperren und „der Aufstand der Verblödeten“

Nein, ich habe keine Lust, in aller Ausführlichkeit darüber zu sinnieren, daß der deutschen Bundestag am gestrigen Abend das „Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornografie in Kommunikationsnetzen“ mit den Stimmen der großen Koalition erwartungsgemäß beschlossen hat, darüber ist andernorts genug zu lesen (wobei ich in Sonderheit die Blog-Reaktionen auf den golem.de – Artikel für beachtenswert halte). Was ich hierzu nur festhalten möchte, ist ein Verweis auf einen Spiegel Online – Artikel

Lawrence Lessig und die „Kulturflatrate“

Ein wenig Lektüre für die Mittagspause: Lawrence Lessig diskutiert im Interview mit golem.de das Thema der Kulturflatrate und des Urheberrechts in der digitalen Welt. Was den Nagel eigentlich auf den Kopf trifft: … Die Kulturflatrate ist sicherlich nicht das Allheilmittel. Aber sie ist ein Anfang und ein Schritt in die richtige Richtung. Denn das gegenwärtige Rechtssystem macht unsere Kinder zu Terroristen. Die Industrie richtet mit der massenhaften Verfolgung von Jugendlichen