out in the wild

Sommerblau

Der sechste Monat des Jahres ist vorüber, und mit dem letzten Geburtstag im engeren Familienkreis am letztmöglichen Tag auch die erste Hälfte von 2019. Auch wenn der Monat insgesamt durchwachsen war, wird von diesem Juni die Hitze mindestens in der zweiten Hälfte in Erinnerung bleiben: Tage, in denen es eigentlich zu heiß ist zum Laufen, zum Denken, zum Arbeiten oder für selbst simple Bewegungen. Tage, in denen die Nachbarn abends

Statussymbolik

Es wird wärmer. Der fünfte Monat des Jahres war eine merkwürdige Mischung: Sonnig-heiße Tage mit sehr kühlen Schatten, für die Jahreszeit eiskalter Wind, langsam hellere Abende, die sich wie November anfühlten, nebelartiger Regen oder regenartiger Nebel – diese Art von Niederschlag, bei der Dir Myriaden feinster, unglaublich dichter Tropfen in Sekunden durch Haare, Kleidung, Gepäck dringen und das Gefühl hinterlassen, Dich bis auf die Haut durchnässt zu haben. Wir haben

Baumwipfel

Der vierte Monat des Jahres ist ins Land gegangen, mit dem für die Jahreszeit üblichen durchwachsenen Wetter, viel Sonne, viel Wind, wenig Regen, vereinzeltem Schnee an einem Samstag im forstbotanischen Garten zu Tharandt und teils ausgeprägter Kälte an der Grenze zwischen den Wochen. April und früher Mai, das sind die Monate, in denen seit jeher das Gros der engeren und weiteren Familie Geburtstage feiert, zudem fällt meist Ostern in dieses

Warmer Wind

Die ersten zwei Monate des Jahres sind nun schon wieder vorüber, und damit auch der Winterurlaub. Rügen um diese Jahreszeit, das ist gewöhnlich vor allem Kälte, in allen Geschmacksrichtungen, meist verbunden mit Wind, der einem durch die Kleider kriecht, über die Haut kratzt und den Staub aus dem Kopf fegt. In diesem Jahr blieb der Wind ein laues Lüftchen, war die Insel warm wie nie. Heuschnupfensymptome im Februar sind etwas,

Februarschnee

Der zweite Monat des Jahres sieht in Dresden den ersten richtigen Schnee des Winters. Die Straßen sind matschig, die Autofahrer nervös, die vereinzelt auch in dieser Jahreszeit durchhaltenden Radfahrer auch. Nichts Neues also. Für die nächste Zeit ist schon wieder wärmeres Wetter angekündigt. Die Tage werden länger, man hat wieder eine Chance, den Weg von und zum Büro bei Sonnenlicht hinter sich zu bringen, was nicht ohne Einfluss auf Stimmung

Nebengeräusche

Manchmal in diesen Herbsttagen halte ich auf der Brücke inne, um zu beobachten, wie der Fluß vorüberzieht. In der Gleichförmigkeit steckt eine angenehme Ruhe, die im gegenwärtigen Alltag nur schwer zu finden ist. Häufiger als zuvor ertappe ich mich dabei, ohne Kopfhörer unterwegs, nicht lang mit Musik sein zu können, weil sie meine ohnehin schon hektischen Gedanken noch zusätzlich aufwirbelt, andererseits auch nicht wirklich ohne zu können, weil die Musik

Blätter und Licht

Schon wieder Mitte November. Geschäfts- wie auch Kalenderjahr sind quasi vorüber, es ist eigentlich Herbst, aber das Jahr fühlt sich in der Stadt wie Frühling an. Kein Morgennebel über dem Fluß, keine nassen Straßen, keine Stürme und kein Regen; stattdessen sitzen wir mit Hoodie und T-Shirt bekleidet im Hinterhof und schwitzen. Es ist nicht schlimm, daß Mistwetter und Novembergrau uns bislang verschont haben, aber etwas fremd fühlt es sich schon

Spätsommermorgen

Irgendein weiterer Montag, Wochen nach dem Urlaub, im ausklingenden Sommer, beginnt mit einer unruhigen Nacht, einem übernächtigten Industriestadtmorgen: Grauer Dunst, rote Sonne, hochsommerlich schwül. Mechanisch Kaffee kochen und trinken. Ich bin schon durchgeschwitzt, nachdem ich das Fahrrad nur aus dem Keller geholt habe. Im Erdgeschoss raucht der neue Nachbar seine erste Zigarette. Ich sehe ihn dabei selten ganz, nur die Spitzen seiner Schlappen und den Rauch hinter der Hausecke. Er

SYN-Flooding für den Geist…

Immer noch und immer wieder habe ich die Hoffnung, daß Technologie Möglichkeiten schafft. Besser Kreativität ausleben können. Viel mehr Tools auf kleinem Raum, die den eigenen Horizont eröffnen und selbst Durchschnittsnutzern Dinge erlauben, die noch vor gar nicht allzu langer Zeit für Profis auf ihren Gebieten schwer bis nicht umsetzbar waren – Kommunikation eingeschlossen, Veröffentlichungen im größtmöglichen denkbaren Rahmen des Wortes auch. An manchen Stellen funktioniert das sogar… bis man