encapsulated.

[…]
Old shelters—television, magazines, movies—won’t protect you anymore. You might try scribbling in a journal, on a napkin, maybe even in the margins of this book. That’s when you’ll discover you no longer trust the very walls you always took for granted. Even the hallways you’ve walked a hundred times will feel longer, much longer, and the shadows, any shadow at all, will suddenly seem deeper, much, much, deeper.
[…]
Then no matter where you are, in a crowded restaurant or on some desolate street or even in the comforts of your own home, you’ll watch yourself dismantle every assurance you ever lived by. You’ll stand aside as a great complexity intrudes, tearing apart, piece by piece, all of your carefully conceived denials, whether deliberate or unconscious.
[…]

(Mark Z. Danielewski: “House Of Leaves”)

641320102_4bcb274bc5.jpg

4 Kommentare

  1. noch immer liebe ich texte wie diesen. ich weiss noch genau, wie ich damals zum ersten mal cyberpunk gelesen habe…es war eine tür, die plötzlich aufgeht. eine welt, in der ich mich einfach nur wohl fühle…so viel ist mir vertraut, so viel ist schon in mir gewesen…eine tür zum unterbewusstsein..gibt es sowas, k.? dass bestimmte dinge einfach in uns waren, schon immer? und dass man eine tür nur aufstossen muss, um dann vor sich selbst zu stehen? ich denke, dass sonst die tür nicht da wäre.

    dieser text ist sehr dunkel. beunruhigend, aber es ist gut so. stoff zum nachdenken. es gibt passagen wie diese, die lese ich sehr oft. immer wieder. um nicht einzuschlafen.

  2. ich denke/glaube schon, irgendwie… vermutlich “sind” (im vollsten sinne des wortes) wir mehr, als wir in unserem alltäglichen leben sein können… daß der mensch nur kleine teile seiner gehirnkapazität nutzt, gilt allgemein erwiesen. ich glaube nicht, daß dies der einzige punkt ist, an dem unsere “ganzheit” eingedämmt, eingeschränkt, gebremst ist… warum auch immer. cyberpunk paßt da für mich… mit musik ist es noch viel öfter und intensiver so – der klassische “identifikationsmoment”, in dem einen irgendetwas akustisches erfaßt und nie wieder losläßt, weil es einfach irgendwie “paßt”… oder eben allgemeine bücher. “house of leaves” ist an sich überhaupt gar nicht “cyberpunk” und in mancher weise fast schon satirisch, in anderer art aber wohl das intensivste und dunkelste buch, das ich seit äonen gelesen habe…

  3. Das ist wunderschön. Die Stimmung des Bildes geht gleich auf einen über.

    Der Text macht tatsächlich nachdenklich, aber ich hatte kaum Zeit dazu, weil ich gleich in dem Bild ertrunken bin, das zwar auch düster aber so friedlich ist …

Kommentare sind geschlossen.