Wahl,-computer und Demokratie

Zur Einleitung der Woche ohne weitere Kommentare, da mir angesichts der Presse-Erklärung des CCC zum umstrittenen Einsatz von Wahlcomputern im Rahmen der Landtagswahl in Hessen ohnehin die Spucke schon weit am Anfang wegbleibt:


Neben massiver Behinderung der Wahlbeobachtung in mehreren Gemeinden kam es zu einer Reihe von Vorfällen, welche die Behauptungen des hessischen Innenministeriums über die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Wahlcomputer klar widerlegen. In mindestens einer Gemeinde wurden die Computer über Nacht in den Privatwohnungen von Parteimitgliedern gelagert. Dies sei “gängige Praxis”, bestätigten Mitarbeiter des Ordnungsamtes den Wahlbeobachtern. Alle neun Wahlcomputer der Gemeinde Niedernhausen seien privat gelagert worden.

“Die Lagerung der Wahlcomputer über Nacht zu Hause bei Lokalpolitikern ist das Albtraum-Szenario für eine Innentäter-Manipulation, auch nach der Logik des hessischen Innenministeriums. So etwas haben selbst wir uns nicht vorstellen können”, sagte der Sprecher des Chaos Computer Club (CCC), Dirk Engling.

Ähm… ja. Gängige Praxis. Schließlich hatten ja auch die Spitzenkandidaten früher die Wahlurnen nachts… oder wie war das nochmal?