Ubiquitäre Berieselung auf Abruf

Nicht, daß es reichen würde, mittlerweile dank DVB-T in großen Teilen des Landes selbst im Grünen, in der Bahn oder auf der Toilette nicht mehr dem permanenten Berieselungsprogramm der großen Sendeanstalten entfliehen kann: Auf der IFA, die heute in Berlin ihre Pforten für die Besuchermassen öffnet, präsentiert das ZDF seine neue Online-‘Mediothek’, über die man sich, dank “Internet”, nun all die ZDF-Sendungen, die man zur regulären Sendezeit “verpaßt” hat, bequem nachträglich geben kann. Nun ja… Was mir an der Sache am meisten auf den Zeiger geht: Eigentlich kann das “Internet” deutlich mehr, als nur ein weiteres Berieselungsmedium für “passive” Zuschauer sein. Fernsehen über Internet ist insofern wohl eher ein Widerspruch in sich, zumal auch die vermeintliche “Interaktivität”, sich die Sendungen, die man sehen will, selbst wählen zu können (zugegeben, ein Vorteil gegenüber dem regulären Programmablauf), nicht wirklich besser wird. Damit behält zum einen letztlich doch die GEZ recht in der Reduzierung des vernetzten Computers auf ein ‘neuartiges Rundfunkgerät’, und der passive, willige Konsument kann weiterhin passiv und willig bunte Bildchen konsumieren, am besten dann inhaltliche Low-Level-Sendungen wie das ZDF-Morgenmagazin. Mir wird grad’ mal schecht…