Orwell läßt grüßen…

3sat hat sich in einem sehenswerten Beitrag der Sendung “Kulturzeit” mit der zunehmenden Video-Überwachung des öffentlichen Raumes beschäftigt:


Die Orwellsche Zukunftsvision ist schon lange real – und sie wird immer normaler. Eine Stadt in Deutschland ist dabei ganz vorne: Leipzig – ausgerechnet die Stadt, wo einst der SED-Überwachungsstaat seine schärfsten Kritiker hatte. Hier wurde 1996 in einem Großprojekt die ununterbrochene Videoüberwachung öffentlicher Plätze eingeführt.

Schade nur, daß solche Sendungen stets auf einem ohnehin außerhalb des “Mainstreams” operierenden Senders und damit auch fast vollständig außerhalb öffentlicher Aufmerksamkeit laufen. Damit ist das derzeit allgegenwärtige “Überwachung ist Sicherheit” (mittlerweile auch vertreten von Politikern, von denen man eher ein Einstehen für freiheitlich-demokratische Grundsätze erwarten sollte) wenigstens in den Köpfen der Masse nicht gefährdet, können perspektivisch auch weiter selbst manche denkenden Zeitgenossen in voller Überzeugung von sich sagen: “Ich hab doch nichts zu verbergen”…

Ein Kommentar

  1. Schade das ich die Quelle nichtmehr finde… Im DLF hörte ich neulich über ein Pilotprojekt, indem wohl 3 Hersteller von Überwachungstechnik (Kameras + Gesichtserkennung) sich um eine Ausschreibung bewarben…der Sieger schffte bei annährend perfekten Lichtverhältnissen eine erkennungsrate von unter 50%, wenn’s duster wurde wards noch düsterer 😉

    Dort wurden 500 freiwillige Berufpendler erfasst, und dann versuchsweise mit dem Kameras aufgespührt… es sind also noch ein paar HAusaufgaben zu erledigen.

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