now… never?

Er liegt auf dem Boden, reglos… spürt die rauhen, spitzen Steine unter sich, ihre schroffe Kälte, und das Gefühl, seine Seele könnte ihn, stückweise, verlassen, mit jedem Tropfen jener roten Flüssigkeit, die sich auf den harten Untergrund ergießt, aus winzigkleinen und doch unzähligen Wunden. Und er liegt, starrt an die hohe, schwarzgraue Decke, atmet die kalte Luft des Kellers, darauf wartend, endlich so leer und hohl zu sein, wie er sich fühlt.

Es gab andere Tage… Farben, Klänge, Düfte.Eine Zeit, in der das Biest in ihm noch jung, unbeholfen war. Jetzt ist es groß, lebt hinter seinen Augen, lebt in jedem seiner Atemzüge, in jedem Gedanken, jeder Wahrnehmung, läßt sein leeres Inneres Selbst brennen, macht die Welt grau und matt. Und er liegt, atmet, nimmt wahr, versucht die Fäden entfernter Gedanken wieder zu greifen, zu einem schlüssigen Teppich zu verknüpfen, während die Zeit, seine Zeit, die Zeit allen Lebens langsam, aber unaufhaltsam verstreicht. Und weiß, daß niemand Einsamkeit, Grausamkeit, Verlassenheit gesehen, niemand Leere und seelische Zerrissenheit erlebt hat, der diese Gefühle nicht in sich trägt, dazu verdammt, den Weg mit ihnen zu gehen, allein oder unter Menschen, wach oder schlafend, für den Rest aller Tage…