Umzug im Netz

Ein Umzug ist immer eine anstrengende Angelegenheit, gar keine Frage, aber irgendwann ist das Ende des Kistenschleppens absehbar, beginnt die neue Wohnung Form anzunehmen, wird Zeit, sich über die “Randbedingungen” Gedanken zu machen, die für den Massiv-Internet-Nutzer durchaus nicht nebensächlich sind: Wie kommt der DSL-Anschluß von A nach B, möglichst ohne wochenlang offline zu sein? Prinzipiell sind meine Erfahrungen mit 1&1 als Provider relativ gut – wenn die Anbindung funktioniert. Wenn nicht, dann telefoniert man sich schon auch einmal stundenlang durch Service-Hotlines, verbrennt Geld (im Falle meiner DSL-Installation immerhin ein Betrag hart an der 50-Euro-Grenze…) in teuren Warteschleifen, ohne wirklich geholfen zu bekommen (weil der Gesprächspartner in der jeweiligen Abteilung gerade wenig genug weiß / kann, um keine Hilfe darzustellen) und kann sich im Gegenzug anhören, wie schlecht die Welt für den Provider ist, weil die Telekom die Dinge willkürlich verzögert, um Kunden von “Konkurrenz-Anbietern” für ihr eigenes T-Online – Produkt-Portfolio gewinnen will.

Auch wenn das zweifelsohne richtig sein mag: In solchen Momenten fühlt man sich versucht, dem Gegenüber am Support-Telefon ein Taschentuch zu reichen – die Welt ist böse, und es beschleicht einen auch das Gefühl, daß man sich für einen Anbieter entschieden hat, der nicht in der Lage ist, seine vertraglichen Verpflichtungen den Kunden gegenüber notfalls auch in den Beziehungen mit den eigenen Lieferanten konsequent und hart genug durchzusetzen…

Kurz und gut: Der DSL-Umzug ist angemeldet. Das letzte Schreiben von 1&1 kündigt mir, in fast drohendem Unterton, an, daß die definitive Aussage über einen Schaltungstermin für den neuen Anschluß bis zu vier Wochen dauern kann – wegen der Telekom. Nun ja. Und auf der Fritz!Box meiner Eltern blinkt seit nunmehr über einer Woche die obere Lampe, ist der DSL-Anschluß gestört, schafft es der Support von 1&1 leider auch nicht, selbst (oder durch Ingangbringung der Telekom) des Problemes Herr zu werden. Das kann ja noch heiter werden…