Bildverarbeitung für Geeks

Nachdem ich ja bekennender Digital-Imaging – Fetischist bin (und diese Leidenschaft bevorzugt mit dem GNU Image Manipulation Program, kurz “Gimp”, auslebe), hab ich mich nunmehr doch entschlossen, das bisweilen eher auf “Trial and Error” basierende Arbeiten mit Bildverarbeitungssoftware mit etwas mehr theoretischem Fundament zu unterfüttern, um die Dinge, die man dort so im alltäglichen Einsatz tut, nicht nur nutzen, sondern auch etwas mehr verstehen zu können. Empfehlenswerte Lektüre der Wahl: “Digitale Bildverarbeitung – Eine Einführung mit Java und ImageJ” (Springer, 2. Auflage Mai 2006). Auf reichlich 500 Seiten vermitteln die Herren Burger und Burge jede Menge Details zu Histogrammen, Pixel-Operationen, Kanten- und Kurven-Erkennung, Filtern, digitalen Bildformaten und jeder Menge anderen Dingen, die für digitale Bildbe- und darüber hinaus -verarbeitung essentiell sind. Angenehm dabei: Trotz des bisweilen zwingend theoretischen Themas ist es den Autoren dabei gelungen, ein gut lesbares, beeindruckend verständliches Buch zu verfassen, welches zudem einen der (wenigen) entscheidenden Nachteile des Gimp kompensiert: Sämtliche erklärten Algorithmen werden mit Beispielen basierend auf Java und ImageJ untermauert, was (grundlegende Java-Kenntnisse vorausgesetzt) ein weites Feld für eigene Experimente aller Art öffnet. Kann man durchaus mal gelesen haben.