Den Deppen Tinte auf den Füller…

Das ZDF-Magazin WISO glaubt in diesen Minuten, darüber berichten zu müssen, wie arme Käufer von bösen Konzernen über den Tisch gezogen werden, die die Menschen erst dazu zwingen, die billigsten irgendwo verfügbaren Drucker zu kaufen, um sie dann danach abzubürsten, wenn es an die Beschaffung von Ersatztinte geht (die exorbitant teuer zu sein pflegt). Die Crux an der Sache: Nichts von dem, was WISO berichtet, ist übermäßig skandalös oder neu – die Erkenntnis, daß der Preis für Nachfülltinte nahezu umgekehrt proportional zu den Kosten des Gerätes ist, kann man sich seit Jahren schon anhand gängiger Preislisten und Marktübersichten vor Augen führen, und, vorausgesetzt, man ist ein “mündiger” Konsument, daraus auch die entsprechenden Schlüsse ziehen. Aber nichts mit mündigem Konsumenten – “WISO-Zuschauer lassen sich etwas derartiges nicht gefallen”. Insofern dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis Hardware-Hersteller dazu gezwungen werden, zu den billigen Druckern für die Geiz-ist-Geil – Marktschicht auch billige Tinte zu liefern. Nicht, daß ich ein übermäßiger Freund dieses Marktsegmentes wäre, und zweifelsohne gibt es dort zwischen Patenten als Schutzwaffe gegen preiswerte Konkurrenztinte und tatsächlich überhöhten Preisen (schließlich muß man ja die Marke auch irgendwie bezahlen) eine ganze Menge von Dingen, die dringend einer, nun, konsequenten Regulierung bedürfen würden. Im Endeffekt aber: Wenn man sich Hardware (wie einen Drucker) kauft, dann sollte der Blick auf daraus resultierende Folgekosten eigentlich zur logischen Kaufvorbereitung gehören. Aber vielleicht gäbe es ja dann Argumente gegen das “Schnäppchen” vom Discounter um die Ecke – und will man das wirklich?

Ein Kommentar

  1. Du verstehst das mal wieder vollkommen falsch. Es ist wirklich eine echte Frechheit der Konzerne (oder Imperialisten? *grübel*) ernsthaft von $MIR zu verlangen, dass $ICH $MIR als KONSUMENT(!) Gedanken darüber machen muss, wie’s mit den Folgekosten aussieht.

    $ICH überleg $MIR doch bei einem Autokauf auch nicht, was Versicherung, Steuer oder Benzin für die 5,5 Liter Hubraum kosten.

    Du etwa? … 😉

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