Globaler Schreibtisch

Wollen wir noch einmal über die politische Bedeutung von Freier Software und Desktop-Linux reden? Offensichtlich schon. Wie pro-linux.de zu vermelden weiß, hat das United Nations University International Institute for Software Technology mit dem Global Desktop ein Projekt ins Leben gerufen, welches Verbesserung und Verbreitung von Open-Source – Desktop-Umgebungen vorantreiben, die weltweite Entwicklergemeinde vergrößern und dabei insbesondere Entwicklungsländern aktiven Zugang zu Software-Technologien verschaffen soll, die mittel- und langfristig helfen können, Abhängigkeiten von Konzernen der westlichen Welt zu kompensieren, ohne im “digitalen Zeitalter” den Anschluß zu verpassen.

Die Diskussion kann man letztlich ähnlich derjenigen führen, die sich seit ehedem um die Billig-Notebooks für Entwicklungsländer rankt – inwieweit ist es sinnvoll, High-Tech in Regionen zu stopfen, in denen es für die Menschen vorrangig wichtiger ist, Nahrung, Wasser und gesundheitliche Versorgung zu haben? Dort wird auch Freie Software keine essentiellen Probleme lösen. Aber sie kann dabei helfen, in den jeweiligen Ländern wirtschaftliche Strukturen aufzubauen, die in einer zukunftsträchtigen Branche passieren und somit für die Länder nicht von Nachteil sein sollte. Und sie kann helfen, die Menschen mit den Ressourcen (Wissen, Fähigkeiten) auszustatten, die im Informationszeitalter von Belang sein werden. Das sollte es letztlich sein, was “nachhaltige Entwicklungshilfe” ausmacht…