Proprietärer Player für proprietäre Musik

Aus der Rubrik “was-uns-gerade-noch-gefehlt-hat”: Microsofts kommender “Windows Media Player”, die Software, wegen derer Bündelung mit dem Windows-Betriebssystem die Firma in Europa einige Prügel bezogen hat und die wohl eines der ersten Stücke Software mit weitreichender Unterstützung für Digital Restriction Management war, wird sich in der neuen, demnächst auf die Menschheit losgelassenen Version erneut um Bündelung mit “dunklen Kräften” versuchen. Wie heise und golem zu berichten wissen, arbeitet man an einem Musik-Download-Dienst, den die Software-Firma zusammen mit dem ehemals revolutionären und nunmehr allenfalls dauer-nervtötenden Pop-Sender MTV plant. Sarkastisch könnte man nunmehr vermerken, daß das ganz gut paßt – Nicht-Software zum Zugriff auf Nicht-Musik. Oder aber ein Werkzeug, um, ganz den Praktiken zufolge, die bei Microsoft mittlerweile gang und gäbe sind, musikalischen Subkulturen ein für allemal zugunsten weichgespülter Pop-Soße aus den Werkstätten von Sony, BMG und Konsorten den Hahn abzudrehen. Vielleicht sollte man aus produktiveren Gründen doch einmal die Programmier-Werkzeuge in Gang bringen und sich an einem Stück Player-Code versuchen, welches auf Freier Software aufsetzt und dem Nutzer schnellen Zugriff auf Freie Musik erlaubt…