Offen – im Verborgenen

zdnet.de hat einen äußerst lesenswerten Artikel, der einen irgendwie in die Schlußfolgerung treibt, daß der insgesamte Kreis der Nutzer von Freier und OpenSource – Software weit größer sein könnte, als dies offen sichtbar ist. Essenz des Berichts: Firmen wie Microsoft und Verbände wie die BSA setzen verschiedene Hebel zwischen Anreizen und Drohungen in Bewegung, um Kunden, die den Wechsel von proprietären zu offenen Software-Systemen publik machen, “zurück auf Linie” zu bringen:

… Allerdings kursieren Berichte, wonach Unternehmen unter Druck gesetzt wurden, ihre Open-Source-Pläne nicht öffentlich bekannt zu machen. “Ich kenne Unternehmen, die Firefox oder Thunderbird einsetzen. Sie sprechen aber nicht darüber, weil sie Angst haben, sie müssten sonst mehr für ihre Microsoft Office-Lizenzen bezahlen”, berichtete Tristan Nitot, President von Mozilla Europe, auf der diesjährigen Open-Source-Softwarekonferenz FOSDEM. “Die Leute halten sich ziemlich bedeckt – denken Sie an das Linux-Projekt von München”, fuhr er fort. “Sie fangen an, darüber zu reden, und plötzlich kommt Ballmer und legt ihnen die Daumenschrauben an.”…

Dies nur als einen kleinen Ausschnitt aus einem insgesamt sehr lesenswerten Artikel, welcher Wasser auf die Mühlen all jener sein dürfte, denen das Geschäftsgebaren des Konzerns aus Redmond schon immer suspekt war.

(gefunden auf netzpolitik.org)