Mythen der Oekonomie

… oder “Anleitung zur geistigen Selbstverteidigung in Wirtschaftsfragen” nennt sich ein Büchlein, über welches ich heute eher zufällig in unserer Bibliothek gestolpert bin und welches ich bis jetzt noch nicht wieder aus der Hand gelegt habe. Verfaßt von einem offensichtlich aus Österreich stammenden Kollektiv mit dem sperrigen wie markanten Namen “Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen” (kurz BEIGEWUM), bietet das knapp 170seitige Werk (eigentlich eher eine Broschüre als ein Buch) einen in jeder Hinsicht lesenswerten Blick auf aktuelle Wirtschaftspolitik: In fundierter, mit reichlich Quellenangaben gespickter und zudem auch für den Nicht-Wirtschaftsexperten lesbarer Form nehmen sich die Autoren so gängiger Aussagen an wie

  • “Ohne Reformen ist der Wirtschaftsstandort in Gefahr”
  • “Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut”
  • “Am Markt setzt sich das beste Produkt durch”,

hinterfragen deren Inhalt, versuchen diese in plausibler Weise zu widerlegen und letztlich dem Leser eine gewisse Menge an Grundwerkzeug mitzugeben, mit dessen Hilfe er Entwicklungen der alltäglichen Wirtschaftspolitik neu bewerten, besser durchblicken, vielleicht besser hinterfragen, auf jeden Fall sicherer diskutieren kann. Auch dieses Buch bietet keine allgemeingültigen Antworten, keine Lösungen für allgegenwärtige Probleme, Fehlentwicklungen und kritisierenswerte Tendenzen. Aber zumindest bietet es theoretisch jedem die Möglichkeit, diese zu erkennen und zu hinterfragen…

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