Weniger Input.

Ich habe meinen Konsum von Nachrichtenquellen umgestellt, habe Google News aus meinem Horizont gebannt, ebenso alle Quellen, die Newsticker-Berichterstattung mit Information gleichsetzen, allen voran FOCUS Online. Die Zeiten sind unübersichtlich, man hat das Gefühl, daß Irrsinn dieser Tage eher die Regel denn die Ausnahme ist. Die auf Geschwindigkeit und Klicks optimierende Online-Medienlandschaft tut ihren Teil dazu, diesen Eindruck noch zu verstärken. Es scheint aussichtslos, über Politik zu lesen, aussichtslos, darüber zu schreiben. Es scheint aussichtslos, sich damit zu befassen und trotzdem halbwegs klar bleiben, und noch viel aussichtsloser, irgendetwas daran ändern zu wollen. Mithin: Ich beschränke mich auf eine Handvoll ausgewählter Quellen, denen ich zutraue, halbwegs objektiv und umfassend zu informieren. Versuche Nachrichten gebündelt, zu festen Zeiten in genau diesem Umfang zu lesen. Soziale Netzwerke oder Kommentarspalten in größeren Portalen zu konsumieren war ohnehin noch nie eine gute Idee – trotzdem ist manchmal erschreckend, was man dort liest. Momentan überlege ich, ob ich Perspective Daily Geld für ihren Journalismus zuwerfen möchte, schwanke aber immer noch, weil ich letztlich auch das irgendwann lesen müßte. Meine Podcast-Liste ist indes auch kürzer geworden. Irgendwann sammelt man mehr an, als man abhören kann, lädt man herunter, um einige Wochen später wieder zu löschen. Wenig ist nutzloser. Zudem brauche ich keine Stundensendungen mehr von hart arbeitenden Digital Natives mit ebenso sperrigen wie vagen Job-Titeln, die über Binge Watching von Netflix-Serien am “frühen Morgen” zwischen 9 und 11 berichten, zu Zeiten, zu denen ich lang im Büro bin, mich um den weniger kreativen Teil meiner Arbeit kümmere. Keine Kritik. Kein Neid. Es ist in Ordnung, so zu leben. Aber es ist nicht meine Realität.

JUG Saxony 07/2009: Groovy

So once again, another Java User Group Saxony meeting is over: Yesterday, on July 16th, our seventh evening of lectures and communication took place, once agan located in an auditorium of TU Dresden Faculty Of Computer Science, and roughly 30 people (less than in earlier meetings, but still a good number considering the time of year and the overally warm weather…) came to listen to two pretty high-quality lectures announced to be focused on the Groovy programming language and its use in real-world applications. In the end, it turned out to be a little different than that but very interesting nevertheless…

Green FC

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Lawrence Lessig und die “Kulturflatrate”

Ein wenig Lektüre für die Mittagspause: Lawrence Lessig diskutiert im Interview mit golem.de das Thema der Kulturflatrate und des Urheberrechts in der digitalen Welt. Was den Nagel eigentlich auf den Kopf trifft:


Die Kulturflatrate ist sicherlich nicht das Allheilmittel. Aber sie ist ein Anfang und ein Schritt in die richtige Richtung. Denn das gegenwärtige Rechtssystem macht unsere Kinder zu Terroristen. Die Industrie richtet mit der massenhaften Verfolgung von Jugendlichen einen großen gesellschaftlichen Schaden an und erreicht praktisch nichts. Denn das Tauschen geht munter weiter. Am Ende verdienen die Künstler nichts, die Industrie entwickelt keine innovativen Geschäftsmodelle, und eine ganze Generation junger Nutzer wird kriminalisiert.

Abgesehen von dem Verweis auf grundlegend andere Modelle, wie etwa praktiziert von jamendo.com oder der Creative Commons – Bewegung, ist dem nicht wirklich viel hinzuzufügen. Schade aber nur, daß derartige Entscheidungen letztlich von Politikern getroffen werden und sich gerade in Deutschland im Moment zeigt, daß die “digitale Kluft” (im Hinblick auf Verständnis für ‘neue Medien’) auch quer durch die Industrieländer schmerzhafte Realität ist. Vielleicht kann man wirklich nur hoffen, daß sich auf Dauer jene Ideen durchsetzen, die inhaltlich gut sind…

XFCE 4.6: lean, usable, appealing.

It’s been quite a while… Apart from some short-term distractions (like playing with KDE2 for a short amount of time), I have been using the XFCE desktop pretty much ever since the early days of its 3.x incarnation, these days mainly looking at it as the thing it initially was intended to be: a fully-fledged open-source clone of the CDE desktop for use with operating systems like GNU/Linux. Given I had some of my first Unix experiences ever on an old HP-UX and Solaris later on, this desktop felt like home immediately. A lot of work has been done ever since, and at the very least in its default configuration, most of the CDE look-and-feel (most notable in terms of the panel appearance) has obviously vanished from the XFCE environment, and a lot of new features, components and applications have made their way into the environment. Even though eventually not being that much “lightweight” anymore, XFCE still feels a little more an everyday power tool, less filled with toys and gimmicks and eye candy to be found in the “other two major Linux/Unix desktops” these days, more than ever being a work horse to just be there, to not get into your way, to not waste resources all too much on your system (yes, even in days of multi-core processors and high-performance consumer machines, as soon as you start doing serious Java development on a notebook, resources still do matter… ;) ), just letting you do what you’re up to. Today, following a couple of release candidates, XFCE 4.6 has finally made it to a broader public, ending quite a long development cycle, surely once again worth taking a closer look. And I am looking forward to things to come.

So… Congratulations folks, good job once more… Waiting for it to make its way into Xubuntu and, perhaps, also into OpenSolaris repositories one day – the latter one would be rather nice indeed, not just as a reminiscence of old CDE days (which also is not around anymore in OpenSolaris…). While waiting, the official release note is here, and the visual tour also is quite a good starting point for having a closer look.

c’t-“Digitale Fotografie”: Lesestoff für Gimp-Freunde

Für all jene, die noch nicht wissen, mit welcher Lektüre sie das Wochenende zubringen mögen: Das dieser Tage veröffentlichte c’t special 01/2009: Digitale Fotografie begrüßt den Leser mit der mutigen Schlagzeile “GIMP statt Photoshop”, und ein Blick in das Heft bzw. auf die DVD beweist: Die These ist Programm. Neben einigen anderen (für mich) mehr oder weniger interessanten Themen (den Artikel über Kunst mit Handy-Fotos finde ich nach wie vor allerdings genial) widmet sich das Magazin in erfreulich großem Umfang verschiedenen Aspekten der Bildbe- und -verarbeitung mit dem GIMP, wobei die Artikel (fast?) durchweg aus der Feder von Bettina K. Lechner stammen, die es auch schon zu mehreren herausragenden Buch- und Videoveröffentlichung zu dieser Software gebracht hat. Und für all jene, die die Artikel eher ungern lesen wollen, bietet die DVD, die dem Heft beiliegt, noch zwei mehrstündige Video-Tutorials für “Einsteiger” bzw. “Fortgeschrittene”. Für Gimp-Einsteiger und -nutzer eine durchaus lohnende Investition…