services monitoring, flap detection and mail flooding

There are features in software which you learn to estimate just the very moment you understand why they are there. By now, running nagios internally for monitoring the availability of server hardware and processes, we used to have disabled a feature named flap detection which, to cut things short, does “recognize” whenever a service seems to change its state too quickly (in other words, is “flapping”). What’s the point? A while ago, we disabled flap detection in course of integrating nagios in our environment after we missed some messages of services being left in “flapping” state, so we decided to rather be notified in case a service goes down or comes up.

Why is this a bad idea? See, and especially have a look at the Date column in my inbox this morning:

This is a pretty good example of what flapping practically is – a pretty good way to fill up your mailbox, or, worse, the text message store of your cell phone. So, let’s have a look at how to set flap detection right.

Agenda 2020

Die Süddeutsche Zeitung hat einen lesenswerten Artikel zur “Sanierung des Staates nach Wirtschafts- und Finanzkrise: “Abschied vom Sozialstaat – Horrorszenario Agenda 2020”:


Zu den absehbaren Folgen der Weltfinanz- und Wirtschaftskrise gehört nicht nur eine Arbeitslosenzahl, die in Deutschland nach Prognosen der OECD wieder auf fünf Millionen steigen wird. Dazu gehört auch eine zunehmende Verelendung zahlreicher Menschen sowie eine Rekordverschuldung des Staates, von Bund, Länder und Kommunen, das heißt, “öffentliche Armut” in einem vorher nicht bekannten Ausmaß.
[…]
Unter diesen Rahmenbedingungen überrascht einerseits, dass CDU, CSU und FDP in ihren Wahlprogrammen ausschließlich Steuersenkungen versprechen, und andererseits, dass die Debatte über Steuer-Erhöhungen, zum Beispiel eine Anhebung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes von sieben auf 19 Prozent, zumindest in der Union bereits vor der Bundestagswahl ausgebrochen ist, und nicht erst danach.

Stimmt nachdenklich und nicht sonderlich positiv. Vielleicht sollte man doch auch in der Bevölkerung auf breiter Front Engagement für alternative Ideen von Wirtschafts-, Steuer- und Sozialpolitik stimulieren: Vom 14. bis zum 20. September 2009 findet die zweite Woche des (bedingungslosen) Grundeinkommens statt – eine Woche vor der Bundestagswahl… ;)

Der Ausdrucker: Wider die digitale Kluft!

Nicht viel Text, eigentlich nur ein Verweis auf ausdrucker.org:


Hier soll “das Internet” für Menschen schreiben, die selbst nicht im Internet sind. Deshalb heißt es auch “Der Ausdrucker”: Ich würde mich freuen, wenn die Leser Texte, die sie hier finden, für die Menschen in ihrer Umgebung ausdrucken. Dieses Blog möchte ich nicht alleine schreiben und suche Blogger und Journalisten, die Lust haben, gelegentlich hier ihre Texte zu veröffentlichen.

Lesens- und unterstützenswert, da das Problem (die “digitale Kluft” zwischen jenen, die dieser Tage gern als “digital natives” bezeichnet werden und faktisch im Internet zu Hause sind, und jenen, die diese Art der Technologie bestenfalls beruflich, und selbst dort unter Umständen mit einem gewissen Unwohlsein nutzen) in vielen Situationen leider offensichtlich ist. Mehr Lektüre hierzu bei ennoname.de. Mal sehen, ob ich diesen Sommer Zeit zum Schreiben habe…

“Dafür zahl ich nicht!”

An sich bin ich bekennender Unterstützer der Idee öffentlich-rechtlichen Rundfunkes, weil ich der Meinung bin, daß auch in der Welt von Radio und Fernsehen, die ja als Medium immer noch vorrangig die Masse der Menschen erreicht, neben dem allgegenwärtigen geisttötenden Schwachsinn zumindest im Hinblick auf Nachrichten noch ein Gegenpol existieren sollte, der Ansprüchen wie Seriösität, Objektivität oder Vollständigkeit genügt. Trotzdem bekomme ich im Hinblick auf etwa ‘mein Drittes’ regelmäßig Krämpfe, wenn ich mir vergegenwärtige, mit welchen Inhalten der zahlende Nutzer die ganze Woche über bisweilen konfrontiert wird. Insofern finde ich die aktuelle Initiative von fernsehkritik.tv voll und ganz unterstützenswert – Dafür Zahl’ ich nicht! Aus der Infoseite:

FRÜHER klärten die Öffentlich-Rechtlichen die Jugendlichen auf und sorgten für deren politische Bildung. HEUTE setzen sie ihnen, genauso wie die Privaten, eine Daily Soap nach der anderen vor.

FRÜHER war die Samstagabendunterhaltung geprägt von kreativen Ideen und Köpfen wie Rudi Carrell und Kulenkampff, HEUTE gibt es Schunkelshows mit Silbereisen & Co. sowie unkreative Frage-Shows, vorgelesen von Jörg Pilawa.

FRÜHER faszinierten ARD und ZDF mit tollen Tierdokus von Heinz Sielmann und anderen, HEUTE werden in Deutschlands Zoos Kameras aufgestellt und weltbewegende Bilder gezeigt, wie etwa ein Elefantenkäfig ausgemistet wird.
[…]

Deshalb:

* Schluss mit jeglicher Werbung und jeglichem Sponsoring bei ARD und ZDF.

* Schluss mit Quotenmessungen bei ARD und ZDF – öffentlich-rechtliches Fernsehen darf sich nicht nach Einschaltquoten richten

* Schluss mit Krawalljournalismus, Daily Soaps und hirnlosen Heimatschnulzen. Jedes Programm von ARD und ZDF muss einem Mindestmaß an Anspruch unterliegen. Anspruchsloses Fernsehen bieten uns die Privaten genug – und zwar kostenlos.

* Schluss mit immer mehr kostspieligen digitalen Sonderkanälen, in die Kultursendungen und Dokumentationen abgedrängelt werden. Wir zahlen dafür, dass ARD und ZDF selbst ein tiefsinniges Programm bringen.
[…]

Kann ich nur kommentarlos unterschreiben. Hoffentlich genug andere auch… Mehr hierzu auch bei telepolis.de.

Vorsprung durch Wissen…

Wer Zeit und Muße hat, mag sich auf heise.de im aktuellen von mittlerweile so vielen Artikeln zur Online-Durchsuchung die jüngsten Statements von BKA-Präsident Ziercke zu Gemüte führen, insbesondere die Passage über “Kryptographie und Kryptopolitik”. Vermutlich ist der Weg, den die Heise-Redakteure gegangen sind (dieses Zitat völlig unkommentiert so wirken zu lassen), überhaupt der einzig sinnvolle… *staun*