c’t-“Digitale Fotografie”: Lesestoff für Gimp-Freunde

Für all jene, die noch nicht wissen, mit welcher Lektüre sie das Wochenende zubringen mögen: Das dieser Tage veröffentlichte c’t special 01/2009: Digitale Fotografie begrüßt den Leser mit der mutigen Schlagzeile “GIMP statt Photoshop”, und ein Blick in das Heft bzw. auf die DVD beweist: Die These ist Programm. Neben einigen anderen (für mich) mehr oder weniger interessanten Themen (den Artikel über Kunst mit Handy-Fotos finde ich nach wie vor allerdings genial) widmet sich das Magazin in erfreulich großem Umfang verschiedenen Aspekten der Bildbe- und -verarbeitung mit dem GIMP, wobei die Artikel (fast?) durchweg aus der Feder von Bettina K. Lechner stammen, die es auch schon zu mehreren herausragenden Buch- und Videoveröffentlichung zu dieser Software gebracht hat. Und für all jene, die die Artikel eher ungern lesen wollen, bietet die DVD, die dem Heft beiliegt, noch zwei mehrstündige Video-Tutorials für “Einsteiger” bzw. “Fortgeschrittene”. Für Gimp-Einsteiger und -nutzer eine durchaus lohnende Investition…

gimp 2.6: re-armed and reloaded

Congratulations, folks: On October 01, 2008, gimp.org has announced the availability of release 2.6 of the “GNU Image Manipulation Program” aka Gimp”, coming with an interesting list of features including a couple of UI changes (eventually addressing certain complaints about Gimp usability being next to poor – which personally I never really understood so far… :>). Ubuntu 8.04 packages are available at meetthegimp.org, binaries for “that other platform” might be obtained at gimp-win.sourceforge.net. Time to get some tests done, I guess… :)

Gestaltung für Anfänger

Nach ein paar Jahren “online” und vor dem Rechner hat man sicher eine gewisse Fertigkeit erworben im Umgang mit (X)HTML, CSS und all den anderen Technologien, derer es so bedarf, um Web-Sites praktisch realisieren zu können. Ärgerlicherweise habe ich in letzter Zeit immer häufiger gemerkt, daß das Problem gar nicht in der Technik, sondern andernorts liegt, genauer in der optisch ansprechenden, schlüssigen und dem Inhalt entsprechenden Gestaltung dessen, was man eigentlich zu präsentieren gedenkt. Dort fehlt mir als grafisch fast völlig unbedarftem Zeitgenossen in vielerlei Hinsicht jegliches Wissensfundament, passiert das Gros dessen, was ich (etwa unter Verwendung des Gimp) tue, auf Basis von “trial-and-error” und unter dem Vorsatz, durch Probieren Resultate zu erzeugen, die einem selbst gefallen.

Nichtsdestotrotz hat es mich geärgert, auf diesem Gebiet eigentlich immer nur im Dunkeln zu tappen, und somit lag der Griff zu einem Buch nahe, um erst einmal einen groben Einstieg in das ganze Themengebiet grafischer Gestaltung zu erlangen. Mittlerweile liegt “Visuelles Gestalten mit dem Computer” auf meinem kleinen Schreibtisch, und nachdem mich nach anfänglichem Überfliegen irritiert hat, daß das Buch nicht wie andere (auf den ersten Blick ähnlich gelagerte) Veröffentlichungen auf jeder Seite drei, vier Bildschirmfotos prominenter Programme und im Back-Cover eine CD-ROM mit Vollversionen belangloser Tools mitbringt, bin ich mittlerweile doch von der Sinnhaltigkeit des Konzeptes überzeugt: Die beiden Autorinnen Pina Lewandowsky und Francis Zeischegg führen den Leser auf reichlich 250 Seiten in die Materie ein in einer Art und Weise, die sehr viel grundlegender ist, als der Titel vielleicht vermuten lassen könnte. Und so sieht man sich plötzlich konfrontiert mit Ausführungen zu Punkten, Linien, Flächen, Strukturen, bekommt Wissen vermittelt über Spannungen, die Wirkung von Farben, Bildorganisation, … . Aufgelockert durch den Kapiteln vorangestellte Werke von Künstlern zur “Motivation” und etlichen kleineren und größeren Übungen (die nicht mal alle die Nutzung eines Computers erfordern) sowie versehen mit einem umfangreichen Literaturverzeichnis (für all jene, die Muße und Zeit haben, sich noch tiefer in die Materie hineinzulesen) ist dies insgesamt ein Buch, welches man schon vor Jahren hätte kaufen sollen, auch wenn der Weg bis zum Ende, der Weg der Erkenntnisse in die Praxis reichlich lang zu werden verspricht…

Gimp Users Dresden?

Nachdem ich schon seit Jahren exzessiv Zeit mit dem Gimp verbringe, gleichermaßen die Möglichkeiten dieser Grafik-Software mehr und mehr zu schätzen lerne und sehe, daß mittels Script-Fu, Python undsoweiterundsofort neben den “Standard”-Features noch sehr viel mehr machbar ist, als dies mit manch anderen ähnlich gelagerten Anwendungen geht, scheint mir’s eine sinnvolle Idee, so etwas wie eine (halbwegs?) lokale User-Group für diese Software in Gang zu bringen, um den Menschen die vielen schönen Möglichkeiten von Gimp zu zeigen, Ressourcen dazu zu sammeln (Skripte, Dokumentation, Links, …) oder einfach nur Kontakt zwischen jenen herzustellen, die sich wie ich mit Gimp versuchen, ihre Fähigkeiten erweitern oder tauschen wollen…

Mangels Zeit wird das ganze langsam angehen; die nächsten Wochen werde ich versuchen, ein kleines Wiki aufzusetzen und zu sehen, was daraus wird. Interessierte sind schonmal eingeladen, sich kurz zu melden – ich bin neugierig auf Feedback. :)