Stoppt die Vorratsdatenspeicherung - www.vorratsdatenspeicherung.de

os2008.05#3: supporting “another” world and some more devices…

Overall insight of this day: If wanting to use OpenSolaris on a daily basis, I need more disk space; 12 GB isn’t just enough so far…

(more…)

void, english, tools, tech — kawazu on June 25, 2008 at 22:20

Weizenbaum, Wissen-schaft, Vernunft und Menschlichkeit


Es folgt, dass die Naturwissenschaft sowie die von ihr abgeleiteten Technologien nicht wertfrei sind. […] In einer Gesellschaft, deren Werte hauptsächlich vom Streben nach Reichtum und Macht abgeleitet sind, sind sie entsprechend gestaltet. Die Werte der Wissenschaft, eingebettet in eine vernünftige Gesellschaft, würden vernünftig, also human sein. Dann würden die von ihr abgeleiteten Technologien nicht mehr dem Tod dienen, sondern dem Leben.

… aus “Grenzen des Wissens - Wir gegen die Gier” in Erinnerung an Joseph Weizenbaum (08.01.1923 - 05.03.2008). Vielleicht sollten wir öfter innehalten und zur Disposition stellen, welche gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen die Wirkungen unserer Technologien haben…

void — kawazu on March 7, 2008 at 11:15

Unwort im Januar: “Jugendkriminalität”

Alles neu in 2008, und ich habe für dieses Jahr schon die eine oder andere Idee, diese Seiten mit neuem Inhalt zu füllen, auf den ich, nun, teils Lust habe, der sich aber teilweise auch aufdrängt. Dazu gehört, daß ich fürderhin versuchen werde, anlehnend an die regelmäßig (nun, jährlich :) ) wiederkehrende Aktion Unwort des Jahres, Kandidaten von Begrifflichkeiten zu finden, die im jeweiligen Kalendermonat den Sprachgebrauch in besonders massiver Weise geprägt haben.

Und für den ersten Kandidat muß man gar nicht so weit suchen - hier reicht es dieser Tage eigentlich schon aus, eine beliebige Nachrichtensendung in einem beliebigen TV-Programm einzuschalten: Der Begriff “Jugendkriminalität” fällt garantiert in den ersten fünf Minuten, und fast durchweg in Ausführungen, warum wir strengere Gesetze, “härteres Durchgreifen” oder auch mehr Überwachung brauchen.

Dumm in dieser Hinsicht, daß in Deutschland dieses Jahr die eine oder andere Wahl ansteht. Damit sind die Konsequenzen vorhersagbar: Das Problem wird für den Wahlkampf thematisiert in einer Art und Weise, die ich persönlich ausgesprochen eklig und abstoßend finde: Gar keine Frage, Übergriffe wie jener gegen einen Fahrgast in der Münchener U-Bahn kurz vor Weihnachten 2007 sind kein Spaß, und daß die Menschen angesichts derartiger Entwicklungen in Sorge leben, ist berechtigt. Somit sollten Aktivitäten mit dem Ziel, derartige Dinge perspektivisch zu unterbinden, zunächst begrüßenswert erscheinen.

Was mich indes (abseits der widerwärtigen Art und Weise, wie in der Kampagne des Herrn Koch Stimmen gesammelt werden, indem man die Angst in der Bevölkerung konsequent schürt und dann die Lösung in der Forderung nach deutlich härteren Strafen anbietet, um die Masse der Wähler hinter sich zu hoffen) an dieser Diskussion am meisten stört: Wieso denkt eigentlich keiner darüber nach, wie man (angesichts der Tatsache, daß wir hier über Teenager, teilweise noch Kinder reden) konsequenter dafür sorgen kann, daß aus jungen Menschen gar nicht erst Gewalttäter werden? Diese heranwachsende Generation ist die Zukunft unseres Landes, unserer Gesellschaft, und strenggenommen würde das Land ihre Kreativität, ihre Energie, ihre Inspirationen und Ideen dringend brauchen. Woran hakt es also? Fehlende Chancengleichheit schon im Schulsystem? Eine zunehmende Zahl von Kindern, die auch im grundsätzlich reichen Deutschland in Armut aufwächst, einschließlich aller Konsequenzen für Bildung, Gesundheit und Anerkennung in einer Umgebung, die auf materielle Aspekte nicht eben wenig Wert zu legen pflegt? Chancenverlust im Schul- und Erwachsenen-Alter, weil aufgewachsen unter Dauerberieselung statt Begeisterung für Dinge, Stärkung der kindlichen Neugier zur Erzeugung von Interesse an Wissen und Bildung oder allgemein einfach nur Förderung durch Eltern und Familie?

Sicherlich sind all dies keine ausschließlichen Gründe oder gar Rechtfertigungen für Gewalt. Aber es sind genau so gute Argumente wie die immer wieder gern zitierte Aussage, daß das Strafrecht eher Täter- denn Opferschutz betreibt, oder eben die Idee des Herrn Koch, durch harte Strafen und Abschreckung Gewalttäter von ihrem Tun abzuhalten: All das sind pauschalisierende, sträflichst vereinfachende Argumente und Ansätze, die kaum imstande sind, einen komplexen Sachverhalt hinreichend zu erklären oder zu behandeln. Hier wünscht man sich einfach, daß zu verantwortungsvoller Politik auch differenzierendes Denken und Kommunizieren gehört. Und das sollte, auch in Wahlkampfzeiten, über das plumpe Bedienen stupid-populistischer Thesen ohne Sinn und Substanz hinausgehen.

void, german, politics, rants — kawazu on January 17, 2008 at 11:08

Flickr: Happy Censorship Filtering?

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A feature introduced to flickr recently by now seems to end up with rather strange consequences: It seems that mighty F! by now belongs to the Dark Side by pushing censorship and filtering down some users throats:

Note: If your Yahoo! ID is based in Singapore, Germany, Hong Kong or Korea you will only be able to view safe content based on your local Terms of Service so won’t be able to turn SafeSearch off.

Personally, I just have to say that this is outstandingly disgusting. Recently, I have seen many pictures in my photo stream which have been “safe-greyed” by default even though, looking at them, I couldn’t find anything making “censoring” these shots even slightly reasonable. I consider censorship to be one of the worst and most stupid things an information system can come up with, since censorship proves that people are not capable of dealing with “free” information but instead want information to be “cleaned” by “filtering out” things which aren’t “convenient” or just hurt our own narrow ideas of “morality” or “ethics”.

Let me put it this way: Then and now I’ve been a happy flickr’er even when flickr sold its soul to Yahoo!. My flickr professional account used to be my sisters and her boyfriends gift for my 30th birthday earlier this year, and right now I still am enjoying all the options and possibilities this thing provides compared to the “basic” account. However, as soon as censorship becomes a common practise in flickr, I am ready and willing to, as soon as my professional account has expired, to completely and ultimately terminate my flickr membership and move my pictures elsewhere. I feel happy there because of the community, of the freedom of exchange of creativity, inspirations, thoughts. I would not feel happy there anymore given there are some “mechanisms” trying to tell us what is “safe” for us and what isn’t, given that Flickr is ignorant, stupid, narrow-minded enough to keep up this rude practise of censorship. Flickr makes, please start thinking!

void — kawazu on June 14, 2007 at 10:26

unGEZügelter Unsinn

Daß ich zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk so meine spezielle Meinung habe, dürfte jenen (drei… :) ) Menschen, die diese Seite gelegentlich lesen, nicht entgangen sein. Der momentane Fetisch besteht für mich darin, morgens zum Frühstück MDR Info (einen jener Radio-Sender, die stundenlang dasselbe Programm wiederholen, aber zumindest früh ganz gut informieren…) zu hören. Dabei bleibt es nicht aus, daß man auch die regelmäßigen Hinweise auf das abendliche Fernseh-Programm mitbekommt, und noch ein klareres Bild von der Situation zu sehen beginnt, ohne sich selbst in Gefahr für Leib, Leben und seelische Gesundheit zu begeben. Einige Erkenntnisse, die man dort gewinnen kann:

  • Wird ein wirklich sehenswerter Film oder Beitrag angekündigt, bei dem man ein Mindestmaß an Tiefe vermuten mag, dann kann man vorher wetten, daß dieser entweder für arte oder 3sat angekündigt wird. Schlecht für jenen, der mit Zimmerantenne unterwegs ist.
  • Auf ARD und ZDF kann man “richtige” (Kino-)Filme getrost vergessen. Hier dominieren lahme Eigenproduktionen (im Falle von ZDF ganz offensichtlich mit einer Hand voll omnipräsenten Akteuren besetzt, die immer nur die Rollen tauschen - was übrigens verwirren kann, wenn in zwei aufeinanderfolgenden Krimis dasselbe Gesicht erst den Kommissar und dann den Mörder gibt…). Dabei dominieren entweder “kurzweilige Beziehungsgeschichten” (oh mein Gott!!!) oder, im Falle des Zweiten, mehr oder weniger sehenswerte Krimis. Hier scheint die Fantasie der Drehbuchautoren zwar grundsätzlich auf “Mord” als mögliches, verfilmbares Verbrechen beschränkt zu sein, aber dafür wird dieser dann auch ganz gern in allen Facetten, Formen und Stilrichtungen verfilmt, was Killerspiele eigentlich fast überflüssig werden läßt. Spätestens wenn dann ein Privatdetektiv, der mindestens schon in den Siebzigern ist, durch das Programm “hetzt” (oder stolpert…), mit seinem Alfa durch Frankfurt bügelt und immer noch das sportlich-jugendliche Sex-Symbol zu mimen glaubt, weiß man nicht, ob man lachen oder heulen soll.
  • Das MDR, regionalbedingt mein “Heimats-Drittes”, hat schlicht und ergreifend nicht das Format von anderen Dritten. Punkt. Zwar hat’s auch hier gelegentlich sehenswerte Reportagen (erstaunlicherweise insbesondere am frühen Sonntagmorgen), aber das Wochenprogramm zwischen Volksmusik und eigenartigen Mitmach-Showformaten ist eher, nun, fragwürdig.

Fazit dieser verworrenen Ausführungen: Warum muß das so sein? Ich bin nach wie vor ein Freund von öffentlich-rechtlichem Fernsehen, aber angesichts dieser Zustände frage ich mich immer wieder, wofür ich eigentlich Gebühren zahle. Es zahlen alle, solidarisch, aber das Programm wird (der Einschaltquoten wegen) auf eine (existente?) Mehrheit abgestimmt? Das kann’s doch wohl nicht sein… Wo bleiben die Sendungen, die die Fans dunklerer oder extremerer Musik ansprechen? Wo ist das Format für den professionellen oder hobbymäßigen Technik-Freunden, als Alternative zur Inflation an gesichtslosen Fernseh-Köchen? Wo sind wieder einmal bessere Comedy-Sendungen wie SketchUp (mögen sie in Frieden ruhen), die hinausreichen über pures Standup-Geblödel?

Ach, was soll’s… Ich schalte lieber aus.

void — kawazu on May 25, 2007 at 16:17

flickr - yahoo = zooomr?

Most people by now knew that flickr, an incredibly popular image-sharing service which I also make use of once in a while has been acquired by Yahoo! quite a while (almost exactly two years) ago. Most of this time, flickr was usable to both those who were “old-school” flickr members who just had flickr authentication credentials and those who tried logging in there using their Yahoo! account. This now has sort of changed: Starting February 15, 2007, you need to have a Yahoo! account to actually use flickr.

Technically, I can understand this as indeed maintaining two ways of access authentication might be painful (even though one should consider this a pain that easily might be addressed at a very low level given a good software architecture). However, there also has been extensive criticisms on flickr being part of Yahoo! because of the way Yahoo! more than once (ab)used pictures posted by flickr users. I am not sure about this. Likewise, I haven’t really been that much enthusiastic about all the “Camera Guide” / statistics around flickr recently simply because I think talking about imaging and photography should be about pictures and works rather than about tools and equipment. By now, I still enjoy hanging around at flickr simply because of the fact that so far this has been the only site explicitely providing me with a fine-grained choice of CreativeCommons-licenses for my pictures.

Anyhow, by today I also signed up for an account at zooomr, which so far seems to be rather promising - let’s see what will grow out of this. Probably services like this might attract quite a bunch more people now that flickr is ‘Yahoo!ed’ even a little more…

void, english, net — kawazu on February 16, 2007 at 14:44