bookmark-to-mail

Been trying for quite a while to find a reasonable way of managing a “reading list”, with requirements pretty simple: I want to remember a bunch of web resources I stumble across during the day to check them out as soon as I find some time. Tried various approaches, didn’t really enjoy any of them. Right now, my solution to this issue is both bare-bone and effective: Used to set up a “bookmark@” mail address for my mail domain, and configured most of my tools (desktop browser, feed readers on smartphone and tablet, …) to be able to quickly post URLs there. Outcome: I end up with a chronologically sorted inbox of findings I easily can work through given some time. Maybe it’s a clumsy solution but so far I haven’t found a better approach for doing so, given I don’t want to manually move bookmark.html files around, and given most of the services I tried out for such purposes either don’t work as desired anymore (looking at you, delicious.com) or add additional complexity to my workflow by providing a load of additional features I don’t need. Ultimately, I managed to both remove a bunch of apps off my mobile devices and close down some accounts registered at some popular services for falling back to quite an archaic workflow. So if anyone could recommend a easy-to-use and open facility for keeping bookmarks and reading lists – I welcome any recommendations. ;)

Microsoft, TypeScript, Code & me

If you’re among the two or three readers who have been following this blog through most of its more than ten years of more or less continued activity, you possibly noticed that, as a GNU/Linux user (with not a fanatic but yet a certain emphasis on the GNU part), in some way I possibly have learnt and am supposed to at least dislike Microsoft for a bunch of reasons. Some of these definitely still are valid, but it’s hard to miss that others are in the process of changing…

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Windows 10, GNU and actual “open-ness”?

Business as usual, one could say… All along with the announcement of Microsoft Windows 10 being released, I found an FSF statement on Windows 10 in my inbox, boiling down to what I by now consider the usual statements, like outlining that privacy and personal freedom is important, that it is important to choose software that respects these aspects, and that, from this point of view, convincing your friends to at least try a Software Libre operating system such as GNU/Linux is a good thing. So far, so good. Personally, I have made a decision on that issue quite a while ago, which by now also has turned to be a technical thing: I will keep using GNOME on top of GNU/Linux as my main working vehicle for as long as somewhat possible as not just it is Software Libre but also because it’s closest to my ideas of how a computer should work, look, feel like. Still, I wonder whether the FSF recently could use some adjustments in its strategy…

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Google Now und das Private?

“’20 Minuten mehr bis nach Hause, Stau.’ – Wat?!” Mein Erstkontakt mit Google Now liegt jetzt schon eine ganze Weile zurück. Nach wie vor nutze ich die App bestenfalls sporadisch und aus Neugier, aber gedanklich treibt mich das Thema immer noch um. Ich nutze seit vielen Jahren Technologie mit einer Mischung aus Begeisterung und Selbstverständlichkeit. Vor meinem fachlichen Hintergrund bin ich ebenso selbstverständlich skeptisch, was die große Datensammlungen an einigen wenigen Stellen betrifft, insofern begegne ich auch Google seit einer Weile mit einer gewissen Skepsis. Meine Standardsuchmaschine ist DuckDuckGo, auch schon seit einer Weile und auch, weil mir die optische Erscheinung mehr zusagt als bei Google – dunkles Theme for the win! Meine Kontakte und Termine liegen größtenteils in privaten oder dienstlichen ownCloud-Installationen, und Google Mail nutze ich nur für unkritische Dinge wie Newsletter oder Mailing-Lists, während Post ab einer gewissen “Privatheit” andernorts aufschlägt. Ich nutze Google-Dienste gern, aber ich muß nicht alles dort haben, ich habe für mich Grenzen über die Dinge gezogen, die ich dort sehen möchte, aber das ist ein individuelles Thema auch in der Abwägung “Privacy” vs. “Post-Privacy”.

Wo kommt jetzt Google Now ins Spiel? Für die, die’s nicht kennen: Im Wesentlichen ist Google Now der Versuch, Informationen möglichst kontextualisiert so aufzubereiten, daß die für den Nutzer wichtige Dinge schnell erreichbar machen. Einstiegspunkt sind die üblichen Verdächtigen: Börsenkurse für bestimmte (wählbare Unternehmen), Fußball-Ergebnisse und das Wetter. Geschenkt, da (bis auf das Wetter) uninteressant. Und zudem auch irgendwie langweilig – außer der Visualisierung ist dort nix besser, als es sich etwa mit einem Newsfeed abbilden läßt.

Aber das ist auch nur der Einstieg. Oben umrissener Satz (“20 Minuten mehr bis nach Hause”) erschien eines Tages in Google Now in einer separaten Karte. Zwar war Googles Verständnis von “zu Hause” aus Gründen nicht vollständig korrekt, aber dort wird es trotzdem interessanter: An dieser Stelle sind es nicht mehr (siehe Fußball-Ergebnisse) nur weitestgehend öffentliche Informationen, die visuell aufgehübscht dargestellt werden. An dieser Stelle entsteht der “Aha-Effekt” aus der Verknüpfung eines aktuellen Kontexts (konkret: meiner gegenwärtigen Position), öffentlichen Informationen (Verkehrsnachrichten) und privaten Informationen (meiner Adresse) zu einer Information, die mir annahmeweise in meiner gegenwärtigen Situation weiterhelfen könnte.

Auf dem nachmittäglichen Weg nach Hause hat solcherlei Information keinen Mehrwert. Auf dem Weg etwa zu dienstlichen Terminen sieht das anders aus: Vor einer längeren Autofahrt zu einem festen Termin ist die Information, daß ein wichtiges Stück Strecke gesperrt ist, durchaus etwas, was man im Vorfeld für die Reiseplanung wissen mag. Der allgemeine Weg, der immer funktioniert, ist proaktives Suchen. Ich weiß, wo ich hin muß und wann ich dort zu sein habe, damit habe ich eine Idee, wann ich losgefahren sein will, und plane noch etwas Luft ein. Dabei tue ich eigentlich auch nix Anderes als Google Now – ich verknüpfe verschiedene Informationen (in meinem Kopf bzw. meiner Planung) mit “öffentlichen Informationen” und handle entsprechend. Aber ich muß es selbst tun. Ich muß einen Algorithmus manuell durcharbeiten, um zu diesem Ergebnis zu gelangen; dabei gibt es eigentlich keinen Grund, das manuell zu tun. Strenggenommen könnte der Algorithmus für meine gesamte Reiseplanung (angenommen, ich habe mehrere Termine pro Tag) so laufen: “Eingangsdaten” sind meine Termine (und die zugehörigen Treffpunkte), aus denen mir die Logik einen passablen Reiseplan erstellt und mir die jeweils interessanten Informationen zeitnah anzeigt, mich also im schlimmsten Fall auch schon früher als geplant wecken kann, sollte es gravierende Verzögerungen geben. Travelling Salesman in der technischen Praxis.

Aber auch in weniger komplexen Fällen kann eine automatische algorithmische Verknüpfung von Informationen durchaus spannend sein – etwa in dem klassischen Touristenproblem, Dinge im “Umkreis” finden zu wollen. Das ist ein kleineres, deutlich lösbareres Problem, vorausgesetzt, ich habe eine hinreichend schnelle Verbindung und der Algorithmus kennt meinen Standort hinreichend präzise. In all diesen Situationen kommen wir mit Smartphones und Apps wie Google Now an den Punkt, an dem Technologie es langsam, aber sicher schafft, die Idee eines PDA im Sinne eines “Personal Digital Advisors” umzusetzen – eines handlichen, immer greifbaren Geräts, welches nicht nur Daten speichert und aufhebt, sondern auch imstande ist, augenblicksabhängig aus Verknüpfungen dieser Daten tatsächlich hilfreich und nützlich zu sein in einem Maße, das über die bloße fixe Erinnerung (“Du mußt morgen nach Hannover fahren”) hinausgeht. Ist das also schlecht?

Nein. Aber es gibt eine klare Vorbedingung: Für qualifizierte Aussagen benötigen die Algorithmen Daten. Um meine privaten Daten mit öffentlichen Daten verknüpfen zu können, muß der Dienst, der das tut, zwingend Zugriff auf beides haben, sonst funktioniert die Idee nicht. Das ist nicht einmal nur im Digitalen so: Mein Sekretär (so ich denn einen hätte) könnte mich auch nur an Termine erinnern, nur bei der Realisierung von Projekten helfen, von denen er weiß und in die er involviert ist. Halte ich das sprichwörtliche Buch an dieser Stelle geschlossen, geht das eben nicht. Im Umkehrschluß: Anwendungen wie Google Now sind nur dann nützlich, wenn ich bereit bin, dem jeweiligen Anbieter (hier eben Google) möglichst viele auch meiner privaten Daten, möglichst viel Informationen über mich selbst anzuvertrauen. Will ich nicht, daß Google weiß, wann und wo ich Geschäftstermine habe, dann nützt mir das Werkzeug so nichts.

Und damit sind wir wieder beim Anfang, an diesem Punkt finde ich es interessant, die Diskussion über Datenschutz, Datensammlung, Privatsphäre und dergleichen um diesen Aspekt zumindest zu erweitern – nämlich um den, daß Online-Dienste wie Google (die hier nur exemplarisch für viele andere stehen) tatsächlich versuchen, mit Informatik, mit leicht zugänglichen Geräten und Diensten Technologie für eine breite Masse von Menschen nützliche Werkzeuge zu schaffen. Einen Zwang, das zu nutzen, gibt es nicht, ganz davon abgesehen, daß selbst diese Einordnung eines Dienstes oder einer App in “nützlich” oder “nicht nützlich” sehr individuell, möglicherweise sogar individuell situationsabhängig sein könnte. Das gilt nicht nur für Google Now, sondern auch etwa für die Suchmaschine und die “Filterblase”: Manchmal will ich kontextualisierte Suchergebnisse sogar, weil sie unter Umständen die Dinge vereinfachen. Aber eben nicht immer. Was bleibt, sollte eine bewußte und informierte Fallentscheidung sein – wie eben für mich die Entscheidung, bis zu welchem Punkt und in welchem Umfang ich Google Now nutzen kann und werde, und ab welchem Punkt bzw. für welche Dinge eben nicht mehr. Aber die Ideen und Ansätze per se sind zumindest interessant, und eine Diskussion darüber sollte verschiedene Perspektiven betrachten, zu der auch Privatsphäre und Datenschutz gehört.

Das ändert nichts daran, daß ich mir dann und wann eine Öffnung dieser Lösung bzw. eine Entwicklung in dieser Richtung wünschen würde, der solche Verknüpfungen von Daten lokal, auf meinem Gerät, mit Daten aus verschiedenen Quellen unabhängig von einem zentralen Server durchführt. Für so etwa würde ich wohl sogar Geld ausgeben…

antergos: simple, straightforward Linux desktop

Installed antergos Linux on my everyday working laptop yesterday after quite a while running ubuntuGNOME. After upgrading 14.10 to 15.04, some things on my installation became somewhat messy (in example system losing connectivity when switching between WiFi and LAN); I was pondering a clean re-installation after all but so far hesitated as these problems weren’t too annoying and I got other things to do most of my days.

However, few days ago I eventually stumbled across antergos, played a bit with it in a virtual machine and pretty much enjoyed what I saw. Talking about desktop computing, I’ve become pretty neutral throughout the last couple of years and aren’t really much emotionally involved anymore – I want a tool that just works out of the box, has a sane set of easily available configuration options and does provide a reasonable amount of “consistency” in look-and-feel with most of the applications I use in my day-to-day work. That’s why I still do not use “just some window manager on X11”. That’s why I still end up not just liking but also using Linux and GNOME as my main working vehicle: It offers everything I need in an unobtrusive way, works well using mouse and keyboard (touch input is not an option on my device so far), feels intuitive and well-crafted talking about its Human Interface Guidelines, seamlessly fits into my current workflow (which has changed a bit in the last years) and offers applications fitting into the look and feel for everything I need.

From an end user point of view I guess nothing’s generally wrong with Apple/MacOS or even recent Windows versions. They all possibly work, and each of them most likely will have a sweet spot – they’re just not my first choice (while on Linux, I still love KDE, but these days I tend to stay away from it in my everyday work for reasons outlined earlier, even though Skype fortunately ain’t an issue anymore). I do still have other issues with both platforms, but on a productivity (or comfort-of-use) level, it’s just a matter of individual taste I guess.

antergos-login

So just starting here, antergos is interesting because it provides a pretty good GNOME experience out of the box. The visual appearance based upon numix feels familiar if you look at some general common styles appearing in current web pages / applications or smartphone operating systems. It looks and feels good, however, and (another good point) runs recent GNOME 3.16; the last couple of years I learnt that GNOME 3.x has made substantial progress with each and every version so being with the latest release is desirable. Knowing that antergos is built on Arch Linux and thus a rolling release (opposing Ubuntu that comes with major releases twice a year) also is a good thing here, assuming that this might make newer versions available faster than following down the Ubuntu or even Debian release roadmap.

antergos-empty

So I decided to give it a chance in everyday work. That might sound a step bigger than it actually is – even though of course it’s about installing and to some point tweaking the installation, but in the end most of the environment I need for my everyday work either lives isolated in my $HOME folder after all or comes with default installations of virtually every Linux distribution to date (talking browser, mail client, some imaging tools and few other system utilities), so I got productive on this new installation in less than one hour (this works on Ubuntu too, by the way).

Impressions after the first day of working with it:

  • A bunch of things obviously are different especially when it comes to low-level stuff. Tried to debug a failed VPN configuration and stumbled across the fact that antergos obviously ships systemd and journald and comes without the usual plain-text log files in /var/log, see the arch wiki page on that topic. Interesting. systemd in its history has quite a controversy of people harshly blaming and bashing each other in very disputable ways for various reasons (some being more, some way less valid); personally I don’t really care much. It seems at least journalctl provides a bunch of features I’ve so far either been missing or manually scripted in other installations, so it feels like something not completely pointless.
  • Package management, obviously, differs pretty much. I found out that antergos provides the pamac package management GUI out of the box which is usable. They say that compared to Ubuntu or Debian the package repository is smaller, but so far I found everything I needed in there. My working installation seems to consume more space which is not much of a problem (despite my quite limited SSD). Then again, so far I haven’t bothered much cleaning the base installation as I gradually got to figure out which packages are installed and why they are necessary (or whether they can be removed without too much ado).
  • Not too surprising, most packages I have installed seem way more up-to-date than in recent Ubuntu stable, starting with the Linux kernel (4.0.5 right now). Just noticed, however – not really important in most cases except for GNOME (see above).
  • Community seems pretty friendly as far as I can tell by now. And at the core of course it’s Arch Linux (even though I still got to learn how much is Arch and how much is antergos), so most of the documentation in example on the Arch Linux Wiki applies as well, which is quite a plenty.

So far, antergos seems to be a friendly, visually appealing desktop Linux distribution, easing some of the difficulties of plain Arch to those who either don’t know or don’t want to spend time on immediately having to deal with them – and just want a good-looking, polished Linux desktop to do work. This is somewhere near what the elementaryOS folks also seem to be trying. And even while I prefer antergos (a few thoughts on elementaryOS can be found here), I am generally pretty happy with the tendency of people wanting to not just do technically “advanced”, stable, robust Linux distributions but also Linux distributions that also look good without being slavish imitations of any of the other platforms. Even just this very point makes antergos very much worth supporting…