Archive for the ‘readings’ Category

Goedel, Escher, Bach und Schleifen

Wednesday, June 16th, 2010

Aus überfälligem Anlaß Lese-Empfehlung: Wer den ultimativen Br***f*** sucht, wird mit diesem Werk seine helle Freude haben. “Gödel, Escher, Bach” von Douglas Hofstadter ist zwar kein Fachbuch (dafür ist Stil, Sprache, Methodik zu unkonventionell und absonderlich), aber nichtsdestotrotz eine Quelle von Inspirationen, ein Buch mit einer Dichte von Aha!-Erlebnissen pro Seite, die sich kaum überbieten läßt. Der Preis dafür: GEB liest man nicht im Urlaub, im Liegestuhl oder abends bei Kerzenschein und Wein. GEB liest man konzentriert, mit einem Stück Papier und einem Stift daneben, wenn man daraus ‘gewinnen’ will. Wer sich darauf und auf Hofstadters bisweilen sehr sperrige Gedankenwelten einzulassen bereit ist, der erlebt einen furiosen Ritt durch den kompositorischen Anspruch Bachscher Musik, die surreal-rekursive Natur von M.C.Eschers Bilderwelten, die Implikationen von Gödels Unvollständigkeitssatz, Idee und Theorie formaler Sprachen und noch so einiges mehr. Ein Trip, der sich definitiv lohnt, aber, wie gesagt, anstrengend ist. Ich selbst “arbeite” seit einer ganzen Weile an dem Buch und stelle immer wieder fest, daß mehr als ein paar Seiten nach einem halbwegs normalen Arbeitstag einfach nicht drin sind. Und das Buch ist umfangreich… ;)

“Programming Collective Intelligence”: Python, data mining, machine learning and a little more…

Monday, February 15th, 2010

Simply put: “Programming Collective Intelligence” is one of the most outstanding publications related to IT and software development I’ve been reading in a while. Given some of our business use case, at the moment I am a little deeper into dealing with analyzing (and, subsequently) making decisions and suggestions out of data somehow linked to users in our environment (for the obvious reason of both making our work a little easier and making our users overall experience a little better), and browsing the table of content of this book made it seem worth a closer look. And, overally, after having a closer look, I was about to find out that this book indeed offers profound information on the issue I am dealing with – and way more beyond this scope…

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Der Ausdrucker: Wider die digitale Kluft!

Sunday, June 28th, 2009

Nicht viel Text, eigentlich nur ein Verweis auf ausdrucker.org:


Hier soll “das Internet” für Menschen schreiben, die selbst nicht im Internet sind. Deshalb heißt es auch “Der Ausdrucker”: Ich würde mich freuen, wenn die Leser Texte, die sie hier finden, für die Menschen in ihrer Umgebung ausdrucken. Dieses Blog möchte ich nicht alleine schreiben und suche Blogger und Journalisten, die Lust haben, gelegentlich hier ihre Texte zu veröffentlichen.

Lesens- und unterstützenswert, da das Problem (die “digitale Kluft” zwischen jenen, die dieser Tage gern als “digital natives” bezeichnet werden und faktisch im Internet zu Hause sind, und jenen, die diese Art der Technologie bestenfalls beruflich, und selbst dort unter Umständen mit einem gewissen Unwohlsein nutzen) in vielen Situationen leider offensichtlich ist. Mehr Lektüre hierzu bei ennoname.de. Mal sehen, ob ich diesen Sommer Zeit zum Schreiben habe…

Politiker, Internet und Kühe

Wednesday, June 24th, 2009

Noch einmal Internet und Politik, weil es aus meiner Sicht den gern zitierten Nagel auf den Kopf trifft: heise.de verweist auf einen Kommentar auf abgeordnetenwatch.de, in dem der spätestens seit voriger Woche deutschlandweit bekannte ehemalige SPD-Parlamentarier Jörg Tauss das Verhältnis von Parlamentariern und “neuer Technologie” wie folgt zusammenfaßt:


Kein (SPD-) MdB kaeme z.B. auf die Idee, zum Gespraech auf einen Bauernhof zu fahren, ohne sich vorher etwas ueber die Milchquote oder dergl. anzulesen oder wenigstens aufschreiben zu lassen. Unter “Internet” koennen sich aber eben viele immer noch weniger vorstellen als unter einer Kuh.

Ein Kollege hat mir jetzt tatsaechlich geschrieben, er verstehe mich ueberhaupt nicht, wegen “dem bisschen Freiheit” im Internet die SPD verlassen zu koennen. Dieses Zitat belegt, wie weit die handelnde gesetzgeberische Generation tatsaechlich vom Problem weg ist und keinerlei Sensibilitaet dafuer entwickelt hat, was der systematische technische Aufbau von Zensurinfrastruktur fuer einen freien Staat tatsaechlich bedeuten kann oder bedeutet.

Uneingeschränkt lesenswert. Und ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, der Piratenpartei einen Aufnahmeantrag zu schicken: Zwar ist davon auszugehen, daß ebendiese, als “Spezialpartei” mit (sehr engem?) Fokus auf einem konkreten Themenbereich, unter Umständen zu anderen akuten Problemen und Themen keine plausiblen Ansätze zu bieten vermag, aber andererseits: Wie kann es angehen, daß im “Land der Ideen”, welches sich immer wieder gern als “innovationsfreundlich” und “technisch fortschrittlich” präsentiert und gibt, politische Entscheidungen derart (fachlich) unvorbereitet getroffen werden? Wie mag das in anderen Bereichen aussehen, die inhaltlich nicht minder speziell sind (etwa Gen- oder Nanotechnologie, …)? Vielleicht ist der Weg der “fachlich sattelfesten Spezialpartei” doch nicht so falsch.

Abendlektüre: “Bedingungsloses Grundeinkommen”

Monday, June 22nd, 2009

Per Newsletter gesehen: Auf unternimm-die-zukunft.de gibt es eine knappe Einführung in die Idee des ‘bedingungslosen Grundeinkommens’ (PDF) in Zusammenfassung des Buches zu ebendiesem Thema von Prof. Götz Werner. Halte ich insgesamt, da kurz und präzise, für lesens-, kennens- und verbreitenswert. Und, abgesehen von meiner (in verschiedenen Motiven begründeten) Begeisterung für die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens: Wenn ich mir Initiativen wie ‘Zukunftsmusiker’, ‘Sei ein Futurist’ oder auch nur die Philosophie hinter Werners Unternehmenskette ‘dm Markt’ ansehe, dann drängt sich die Erkenntnis auf: Es geht anders. Wirtschaftlicher Erfolg auf der einen und Nachhaltigkeit, soziales Engagement und die Investition in bzw. das Vorantreiben von neuen gesellschaftlichen Ideen und Konzepten jenseits purer Zementierung des Status Quo ist möglich. Und das halte ich für uneingeschränkt unterstützenswert.

“Wir zahlen doch nicht Eure Krise!”

Tuesday, February 24th, 2009

Eine “alternative” Sichtweise auf die gegenwärtige wirtschaftliche Krise:


Wir wollen, dass die Verursacher der Krise zur Kasse gebeten werden. Das globale private Geldvermögen hat im Jahr 2007 die Summe von 105 Billionen Dollar erreicht und ist in acht Jahren um 50 % angestiegen. Das ist das Ergebnis einer massiven Umverteilung von Unten nach Oben, von Süd nach Nord, von den BezieherInnen von Lohn- (Ersatz-)einkommen zu den Kapital- und Vermögensbesitzern. Den Banken und Fonds war kaum ein Risiko zu groß im Kampf um die höchsten Renditen. Etwa ein Tausendstel der Weltbevölkerung hat davon besonders profitiert. Die Milliarden, die jetzt zur Sanierung des Finanzsektors ausgegeben werden, dürfen nicht auf Kosten der großen Mehrheit gehen. Wir werden nicht hinnehmen, dass Beschäftigte, Erwerbslose, RentnerInnen, SchülerInnen oder Studierende die Zeche zahlen! Genauso wenig darf die Krise auf die Länder des Südens oder die Umwelt abgewälzt werden.

… gefunden bei www.28maerz.de, einer Initiative von attac, verschiedenen Gewerkschaften und einer beeindruckend langen Liste sonstiger (Nichtregierungs-)Organisationen. Vermutlich nicht nur für all jene interessant, die sich, angesichts immer beeindruckenderer Rettungspakete, angesichts immer größerer tatsächlicher oder diskutierter staatlicher Bürgschaften für Großunternehmen (wer hilft eigentlich dem KMU von nebenan in wirtschaftlichen Schieflagen?), angesichts der augenscheinlich überall naheliegenden Ansätze, in Größenordnungen (Steuer-)Gelder von Morgen und Übermorgen in marode Banken zu investieren, ohne daß sich das System wirklich ändert, zunehmend die Frage stellen, wieso, nach Jahren der Gewinne in der Privatwirtschaft, nunmehr die Verluste des gesamten Systems “sozialisiert”, auf alle verteilt werden sollen… Es wäre schön, ein alternatives Patentrezept zur Hand zu haben, um die Krise nach Möglichkeit mit minimalen Verlusten seitens der Masse der Bevölkerung zu kompensieren; der gegenwärtige Weg indes scheint mehr als diskutabel.

Windows Vista vs. Ubuntu GNU/Linux 8.10: a surprising winner?

Tuesday, January 27th, 2009

Something worth reading on crn.com, a news site mainly focused on providing system and tech resellers with product and company newsflashes: On a three-page article there’s a fairly verbose comparison of Windows Vista to Ubuntu GNU/Linux 8.10, focusing on various aspects including system security, software and vendor support, application availability or (unavoidable, it seems…) installation, and in the end the paper comes to a “bottom line” which seems surprising in some ways:

[...]
Ubuntu 8.10 Desktop Edition easily ranks higher than any other Linux desktop OS we’ve looked at in the Test Center. Head to head, Ubuntu simply beats Vista on so many important points that Windows is no longer the simple, reflexive default. We’re calling this one for Ubuntu, plain and simple, because it’s a beautifully done operating system, it functions as advertised, it’s easier on the client side to get up and running and it costs less. Application support is still a big deal working against it.
[...]
One point to remember is that the Test Center doesn’t dislike Windows Vista. It works fine (with enough CPU strength and 4 GB of memory installed). It just works less fine than Ubuntu 8.10.
[...]

Windows no longer being the simple, reflexive default? No matter whether 2009 will be the year of widespread GNU/Linux desktop adoption (or even domination), it seems this is a pretty good starting point after all…

c’t-”Digitale Fotografie”: Lesestoff für Gimp-Freunde

Friday, December 5th, 2008

Für all jene, die noch nicht wissen, mit welcher Lektüre sie das Wochenende zubringen mögen: Das dieser Tage veröffentlichte c’t special 01/2009: Digitale Fotografie begrüßt den Leser mit der mutigen Schlagzeile “GIMP statt Photoshop”, und ein Blick in das Heft bzw. auf die DVD beweist: Die These ist Programm. Neben einigen anderen (für mich) mehr oder weniger interessanten Themen (den Artikel über Kunst mit Handy-Fotos finde ich nach wie vor allerdings genial) widmet sich das Magazin in erfreulich großem Umfang verschiedenen Aspekten der Bildbe- und -verarbeitung mit dem GIMP, wobei die Artikel (fast?) durchweg aus der Feder von Bettina K. Lechner stammen, die es auch schon zu mehreren herausragenden Buch- und Videoveröffentlichung zu dieser Software gebracht hat. Und für all jene, die die Artikel eher ungern lesen wollen, bietet die DVD, die dem Heft beiliegt, noch zwei mehrstündige Video-Tutorials für “Einsteiger” bzw. “Fortgeschrittene”. Für Gimp-Einsteiger und -nutzer eine durchaus lohnende Investition…