SYN-Flooding für den Geist…

Immer noch und immer wieder habe ich die Hoffnung, daß Technologie Möglichkeiten schafft. Besser Kreativität ausleben können. Viel mehr Tools auf kleinem Raum, die den eigenen Horizont eröffnen und selbst Durchschnittsnutzern Dinge erlauben, die noch vor gar nicht allzu langer Zeit für Profis auf ihren Gebieten schwer bis nicht umsetzbar waren – Kommunikation eingeschlossen, Veröffentlichungen im größtmöglichen denkbaren Rahmen des Wortes auch. An manchen Stellen funktioniert das sogar… bis man verlorengeht inmitten der Flut an Dingen, die in der Datengesellschaft auf einen einströmen. Nur ein Bruchteil davon ist wesentlich, brauchbar, sinnvoll. Der Rest bindet nur Kraft und Energie im Bestätigen und Ausfiltern all der verschiedenen Quellen, die förmlich danach schreien, daß ich mich mit ihnen synchronisiere. Dabei ist es nicht einmal mehr Kommunikation, weil es nicht mehr in zwei Richtungen funktioniert. Write-Only-Web: Eine Infrastruktur, in die Menschen Inhalt einkippen, sich direkt danach aber schon gar nicht mehr wirklich dafür interessieren, Rückmeldungen, Fragen und Kommentare eingeschlossen. Das ist eigentlich nicht schlimm. Nurmehr schade, mindestens, weil es Kraft und Ressourcen kostet, mindestens beim Empfangen, und eben auch anders ginge. So bleibt immer wieder nur die Möglichkeit, periodisch hart die eigenen Eingangswege zu filtern, mit lockerer Hand aufzuräumen – und wieder mehr Zeit dafür zu haben, sich mit weniger Dingen in größerer Tiefe auseinanderzusetzen. Bis sich RSS-Leseliste, Twitter-Account und Co. langsam wieder füllen – und man wieder irgendwann merkt, daß die neuen Quellen auch alle wieder nur read-only sind…

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