Lawrence Lessig und die “Kulturflatrate”

Ein wenig Lektüre für die Mittagspause: Lawrence Lessig diskutiert im Interview mit golem.de das Thema der Kulturflatrate und des Urheberrechts in der digitalen Welt. Was den Nagel eigentlich auf den Kopf trifft:


Die Kulturflatrate ist sicherlich nicht das Allheilmittel. Aber sie ist ein Anfang und ein Schritt in die richtige Richtung. Denn das gegenwärtige Rechtssystem macht unsere Kinder zu Terroristen. Die Industrie richtet mit der massenhaften Verfolgung von Jugendlichen einen großen gesellschaftlichen Schaden an und erreicht praktisch nichts. Denn das Tauschen geht munter weiter. Am Ende verdienen die Künstler nichts, die Industrie entwickelt keine innovativen Geschäftsmodelle, und eine ganze Generation junger Nutzer wird kriminalisiert.

Abgesehen von dem Verweis auf grundlegend andere Modelle, wie etwa praktiziert von jamendo.com oder der Creative Commons – Bewegung, ist dem nicht wirklich viel hinzuzufügen. Schade aber nur, daß derartige Entscheidungen letztlich von Politikern getroffen werden und sich gerade in Deutschland im Moment zeigt, daß die “digitale Kluft” (im Hinblick auf Verständnis für ‘neue Medien’) auch quer durch die Industrieländer schmerzhafte Realität ist. Vielleicht kann man wirklich nur hoffen, daß sich auf Dauer jene Ideen durchsetzen, die inhaltlich gut sind…

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