Juhu! Und ich hatte schon vermutet, die Thematik der Software-Patente in Europa wäre nach der Enscheidung im EP in 2005 erst einmal längerfristig vom Tisch. Mitnichten, man lese golem.de oder heise.de. Besonders erfreulich:
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Klaus-Heiner Lehne, Experte für gewerblichen Rechtsschutz bei der konservativen Europäischen Volkspartei im EU-Parlament, sieht die Entwicklung dagegen positiv: “Es gibt jetzt wieder eine sehr realistische Chance für das Gemeinschaftspatent”, sagte er dem Handelsblatt. Die EU braucht dem CDU-Politiker zufolge dringend ein besseres Patentsystem, wenn sie im Wettbewerb um neue, innovative Produkte bestehen wolle.
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Another landmark discovered on my way through the NetBeans world: In situations in which I don’t use NetBeans (like editing configuration files, hacking up smaller scripts to serve whatever purpose, …), I still do heavily use the incredible vim editor, which, being lean and fast and yet loaded with the most commonly used features (especially syntax highlighting for virtually everything, as well as pretty good code folding), in most cases is quite a good tool to have.
Though Eclipse also has quite some usable vim integration (vimplugin), using jvi in NetBeans is just close to incredible. Not just that, while in editing mode, you do have available most if not all the features vim has to offer (code folding, search / replace commands, …), but you also do have access to, say, the NetBeans editor tabs using jvi-embedded commands, which comes in rather helpful. Plus, the editor, even though “vim’med”, still remains “just an ordinary” NetBeans (Java) editor, meaning that all the keybindings one is used to for, in example, fixing import statements or invoking code completion, still are in place and work the way they’re supposed to. If you’re addicted to operating your IDE just using the keyboard, jvi will be your best friend. ;)
Eigentlich wär’s ja lustig, wenn’s nicht so traurig wäre: Das namhafte deutsche IT-Portal tecchannel.de hat Strafanzeige erstattet, ausgerechnet gegen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wegen der Verbreitung von (Sicherheits-)Software, die prinzipiell auch für kriminelle Zwecke genutzt werden kann. Stein des Anstoßes ist einmal mehr der als ‘Hackerparagraph’ bekannt gewordene §202c des Strafgesetzbuches. Dieser wurde im Mai 2007 vom deutschen Bundestag mehr oder weniger “durchgewunken”, wobei man auch hier ob der Tatsachen-Situation vermuten darf, daß einmal mehr Unwissenheit und Desinteresse für die Schaffung einer Rechtssituation gesorgt haben, die eigentlich keinem weiterhilft: Von Anfang an hatten Fach- und Branchenverbände massiv gegen den letztlich verabschiedeten §202c protestiert, weil damit letztlich auch Werkzeuge kriminalisiert werden, die der Systemadministrator in seiner täglichen Arbeit, dem Finden und Schließen von Sicherheitslücken im eigenen Netz massiv und unnötig behindert wird.
Man darf auf die weitere Entwicklung gespannt sein. Aufgabe des BSI ist es, wenig überraschend, IT- Nutzern und -Administratoren bei der Sicherung ihrer eigenen Informations-Infrastruktur zu helfen. Die in der Strafanzeige monierte Software wird auf der Seite des BSI explizit deswegen angeboten, um Nutzern genau in dieser Aufgabenstellung ein Werkzeug zur Prüfung des eigenen Systems an die Hand zu geben. Bleibt zu diskutieren, ob das BSI in dieser Aufgabe in Anbetracht der gegenwärtigen Rechtslage überhaupt noch Sinn hat. Schließlich ist das Internet jetzt ja wieder per Gesetz wieder sicher gemacht worden (womit die Parlamentarier geschafft haben, was Technikern über die Jahre hinweg unmöglich war):
Wenn man sich dann, an anderer Stelle (bei der zum Glück immer noch stattfindenden Diskussion um die verdeckte Online-Durchsuchung), vor Augen führt, mit welchem Sachverstand inhaltlich argumentiert wird, dann wird ganz plötzlich ganz klar, wie solche Entscheidungen zustandekommen – man lese hierzu das Interview mit dem Unions-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag (gefunden bei rabenhorst) in Bezug auf IP-Telefonie:
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Und dazu gehört nach Aussage aller Experten auch, dass wir Online-Durchsuchungen machen können. Viele Menschen fragen: Warum ist das notwendig? Immer mehr, übrigens auch Privatleute, nutzen die Möglichkeit, verschlüsselt zu telefonieren über das Internet. Und wir sind dann, die Sicherheitsbehörden sind dann nicht in der Lage, diese Verschlüsselung, während sie gesendet wird, sofort aufzulösen. Dann wird es abgelegt auf dem Server des betreffenden Terroristen, und dann muss es eben dort entschlüsselt werden.
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Daten abgelegt? Bei Telefonie? Auf Servern? Warum muß man denn um alles in der Welt öffentlich Stellung nehmen zu Dingen, von denen man leicht nachvollziehbar nichts versteht? Wie gesagt, wenn’s nicht so traurig wäre, müßte man über die Schaffung bizarrer Rechtsgrundlagen aufgrund derartiger Entscheidungsfindungs-Grundlagen und fachlicher Vorbereitung eigentlich nur lachen. Wenn man sich überlegt, daß ein derart wichtiges Thema wie der Schutz vor (wie auch immer motivierten) terroristischen Gewalttätern auf einem derart labilen fachlichen Fundament steht, dann lacht man nicht mehr.
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“The largest monopolist in history has faced down the largest economy in history,” says Benjamin Henrion of the FFII’s Brussels Office. “Microsoft will appeal, and the fines if ever paid are just a month or two of profits. Meanwhile Microsoft now has the time to crush its only real competition, the free and open source economy. We regret that the EU Commission and ECJ are blind to the real threat of software patents, while Microsoft cleverly exploits Europe’s own patent system against EU businesses. This is a defeat for Europe’s anti-trust, a defeat for the global economy, and I’m sure they’re popping the champagne in Redmond.”
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Winning by losing? Perhaps, however, in light of the antitrust verdict, European legislative should indeed think twice about why to freely and easily grant monopoly rights on “innovation” and technology to companies that have been sued (and judged) right for abusing their (de facto) monopolies earlier… Two-faced politics? At least looking at software patents, indeed the current verdict is not worth a single Euro-cent. :(
…Auch für Stephan Wels vom ARD-Magazin Panorama ist die hierzulande im Raum stehende Vorratsdatenspeicherung ein “enormer Einschüchterungsfaktor”. Er sehe die Konsequenzen “mit Ärger und Sorge”. Wels geht davon aus, dass sich Beamte in Behörden nicht mehr zu telefonischen Hintergrundgesprächen bereit erklären. Sollte später in einem “Standardverfahren” wegen Geheimnisverrat ermittelt werden, wären schließlich alle TK-Verbindungen dokumentiert und zumindest der Sachverhalt eines eventuell sogar mehrfach erfolgten Kontakts damit bekannt. Für seine eigene Zunft räumte der Reporter ein, dass die Überwachungsthematik und die Gefahren für die Grundrechte “im publizistischen Raum deutlich zuwenig behandelt werden”….
Es ist beeindruckend und verstörend, die Entwicklung zu sehen: Spitzenpolitiker nutzen mittlerweile jede Gelegenheit, um im Land ein massives Klima der Angst zu erzeugen, welches sich dann verwenden läßt, um striktere Sicherheitsmaßnahmen, härteres Durchgreifen von Polizeibehörden und weitgehendere Kontrolle durch den Staat zu proklamieren bzw. zu legalisieren. Zumindest das mit dem Klima der Angst funktioniert vorzüglich:
Man hat Angst, noch mit Menschen am Telefon über mehr als nur banal-belanglose Alltäglichkeiten, geschweige denn politische Themen zu sprechen, weil man das Gefühl hat, nicht mehr davor sicher zu sein, von heute auf morgen potentiell unter Beobachtung zu stehen.
Man hat Angst davor, Briefe oder Postkarten zu versenden, weil man nicht mehr weiß, wer welche Informationen wie mitliest und wir spätestens seit dem G8-Gipfel gelernt haben, daß auch das Briefgeheimnis in diesem Land nicht mehr das Papier wert ist, auf dem es steht.
Man hat auch Angst, irgendetwas mit irgendjemandem via E-Mail zu diskutieren, da E-Mail per se prädestiniert für das Ausspähen ist. Man mag aber auch keine verschlüsselte E-Mails mehr an irgendjemanden zu senden, weil sich vielleicht bald jemand findet, der die bloße Verwendung von Verschlüsselung (oder Briefumschlägen, was das betrifft) als Ausdruck für “finstere Pläne” werten könnte.
Man hat Angst, in Buchläden, Bibliotheken oder vergleichbaren Einrichtungen, in denen Video-Überwachung an der Tagesordnung ist, in bestimmten Büchern zu blättern, aus der Furcht, bei der nächsten Rasterfahndung genau dann mit “auf der Liste” zu stehen, weil man dann doch “das falsche Buch” in der Hand hatte.
Man hat Angst. Man ist gelähmt. Das Aufrüsten im Interesse von Sicherheit (und dazu noch fragwürdiger solcher, da bislang für keine der propagierten Methoden tatsächlich Wirksamkeit in der Bekämpfung von Schwerkriminalität und Terrorismus nachgewiesen ist) ist in der Lage, sämtliches soziales, politisches, menschliches Treiben im Lande auf Dauer zu paralysieren, vielleicht mehr als das, was man damit zu bekämpfen gedachte – die Bedrohung durch den Terrorismus. Aber man weiß auch, daß man denkbar wenig bewirken kann gegen die immer mehr um sich greifende “Ich-hab-doch-nix-zu-verbergen” – Mentalität. Und es graut einen nur noch…
… is available for download and testing right now. So move on, get it while it’s hot, take some time to make your way through the vast set of documentation already around… So far, I have seen the NetBeans 6.0 pre-releases to be rather usable and stable, just stumbled across a few more major flaws so far, but nonetheless, given some time, doing testing and possibly reporting some issues seems to be a good thing to make the final release even better. ;)
By the way did I mention that NetBeans 6.0 also is available under a GPLv2 license? Though this possibly is not that much of importance given that Sun’s CDDL is at least an OSI approved OpenSource license as well, it might make adoption of NetBeans IDE by GNU/Linux distributors way easier, possibly even making NetBeans the IDE for Linux based Java development? Wouldn’t be all too bad, I guess. :)
With NetBeans 6.0 getting closer to beta-1, by now I spent more or less a month working solely with NetBeans 6.0 daily builds, and yet I haven’t found a reason to make me regret my attempt to move here. Aside the fact that the issue / exception reporting in NetBeans is rather helpful while using testing / pre-release builds and the NetBeans folks seem to be busy getting the most severe issues resolved at quite an impressive speed, I still then and now discover one or another small feature worth mentioning… Like, right now, the CSS editor in NetBeans 6.0 (click for full image):
Straight away: I hate most of the web editing tools out there, mainly because I can’t get used to working with most of the pseudo-WYSIWYG editors out there and the markup / CSS they produce, and because, on the other side, using a code-only editor is not always helpful building something considered “visual”. The NetBeans approach to a CSS editor, so, seems to be a pretty good “middle ground” here: While I generally can use the code-centric editing view including features like code-completion for CSS attributes, the “preview” section as well as the small “fake-visual” editor helps getting a clear idea of how the selection you’re currently dealing with will look like. Though the CSS feature still obviously has some flaws that need to be addressed, I really like this approach and know what I am likely to use also for working with CSS outside JSP projects, next time.
Nicht wirklich viel Text, nur ein Link auf netzpolitik.org, einen weiteren Schnipsel Aussage zur gegenwärtigen Tendenz, den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat schleichend, aber systematisch zurückzubauen. Und einmal mehr zeigt sich: Es geht nicht mehr um Sachinhalte, zumindest nicht dort, wo sich die Parteien mit dem Thema befassen. Die Diskussion ist zu einem Geplänkel, zu Taktiererei um politische Macht in Koalition und Opposition entartet, ausgeführt von Menschen, denen es an Sachverstand für das Thema ganz offensichtlich in gravierendem Maße fehlt. Schön. Damit ist abzusehen, daß sich fürderhin jeder, für den sein Computer mehr ist als nur ein “verdammt guter Fernseher” oder ein Werkzeug zum Online-Shoppen, als potentiell gefährlich einstufen und zulassen muß, daß neugierige Dritte in seinem Privatleben wie in einem offenen Buch lesen können. Gewollter Neben-Effekt, um ein interaktives Medium mundtot zu machen und die Masse der Nutzer endlich wieder dorthin zu bringen, wo man sie will – in der Rolle des dumm-passiven Konsumenten?
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat den Dauerzwist um heimliche Online-Durchsuchungen in der großen Koalition satt. Im ZDF-Morgenmagazin hat sich der CDU-Politiker daher nachdrücklich für die sofortige Verabschiedung seines umstrittenen Entwurfs zur Novellierung des Gesetzes für das Bundeskriminalamt (BKA) durch das Bundeskabinett ausgesprochen. “Wir haben genug gestritten, wir sollten’s jetzt machen”, erklärte Schäuble. Er betonte im Gleichklang mit BKA-Chef Jörg Ziercke, es gehe lediglich um “eng begrenzte Ausnahmefälle”, in denen “informationstechnische Systeme” von Ermittlern ausgespäht werden sollten.
Genau… Sch**ß auf Demokratie, auf Diskussionen, auf Abwägen vor Chancen und Risiken oder Streitgespräche zu Themen, von deren Notwendigkeit oder Richtigkeit eben nicht alle überzeugt sind – solang “Gleichklang zwischen Innenministerium und BKA” besteht, ist das offensiclhtlich ausreichend, eine solche Maßnahme voranzutreiben. Das Verständnis von Politik und Demokratie, das in dieser Äußerung zutage tritt, ist befremdlich in einer Art und Weise, die ich kaum in Worte fassen kann… Aber ist’s auch nur das übliche Niveau der Kommentare für das ZDF-Morgenmagazin, das ja in politischer Hinsicht selten durch differenzierte und/oder gar kritische Betrachtungen glänzt…